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    Rennberichte von Nico Haubensack

    34er Superbiker in Mettet

    Am 8. Bis 10. Okt. war es endlich mal wieder soweit. Ich habe am 34er Superbiker in Mettet in Belgien teilgenommen. Es ist das größte Supermoto-Event weltweit. Dort sind alle Stars der Szene mit dabei. Allen voran der 6-fache Weltmeister Thomas Chareyre. Aber auch der deutsche, frisch gebackene Weltmeister 2021 Marc-Reiner Schmidt waren mit von der Partie. Außerdem mehrere deutsche Meister wie Markus Class, Jan Deitenbach oder Nico Joannidis waren dabei.
    Insgesamt kämpften 225 Fahrer aus sämtlichen Nationen dieser Welt um die begehrte Krone des Superbikers aus Mettet. Wobei genannte Stars direkt für das Halbfinale gesetzt sind und die große Meute sich dafür über Vorläufe qualifizieren muss.
    Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und tagsüber konnte die Sonne an diesem Herbstwochenende noch einiges bewirken. Selbst der Frühnebel verzog sich immer sehr schnell und es wurde bis zu 18°C warm.
    Mettet ist nicht nur für den Superbiker bekannt. Rennfahrer aus vielen anderen Rennklassen kennen die Adresse durch den Rundkurs Circuit de Mettet. Auch vor ein paar Jahren wurde auf dieser Rennstrecke der Superbiker ausgetragen. Doch diese ist eigentlich zu weitläufig und nicht gut für Supermoto geeignet. Somit fand diese Veranstaltung auf dem traditionellen Straßenrennkurs, direkt neben der permanenten Rennstecke statt und eigens dafür wird die Hauptstraße von Mettet an diesem Wochenende abgesperrt.
    Die Strecke führt an Restaurants, Cafés und einer Tankstelle vorbei. Der Offroad besteht aus einer lange Anliegerkurve, einer Unterführung, den Sprung über diese und drei weiteren Tables. Von jeder Stelle aus kann die Rennstrecke perfekt von den Zuschauern eingesehen werden. Ein wahres Fest für alle Beteiligten.
    Bereits am Freitag startete meine Gruppe um 9 Uhr in das erste und einzige freie Training. Ich hatte gleich von Beginn an Probleme mit meiner Kupplung. Irgendwie wollte die Kupplung nicht am gewohnten Druckpunkt des Hebels trennen. Ich musste diesen sehr nah an den Lenker ziehen um überhaupt in die Nähe des Schleifpunktes zu sein. Speziell in der sehr engen 180° Kurve vor dem ersten Sprung war das nötig. Gleich 3x ist mir an dieser Stelle auch der Motor abgestorben, aber irgendwie rettete ich mich über die Zeit und beendete Training.
    Noch vor der Mittagspause um 11:30Uhr musste ich noch ins erste gezeitete Training. Es blieb somit leider nicht viel Zeit für die Fehlersuche. Da ich schon einmal Probleme mit dem Kupplungsnehmerzylinder hatte, suchte ich auch dieses Mal hier nach dem Fehler. Auf jeden Fall tauschte ich diesen aus und entlüftete das System mehrmals. Richtig gut fühlte sich die Kupplung zwar danach nicht an, doch es blieb leider keine Zeit mehr um weiter zu suchen. Auf jeden Fall startete ich ins erste Qualifying damit. Aber schon nach der ersten Runde quittierte die Kupplung komplett ihren Dienst. Für mich war allerdings klar, dass ich das Training unbedingt beenden sollte. Ich brauchte einfach Zeit um mich mit der Strecke vertraut zu machen. So fuhr ich ohne Kupplung meine Runden und rettet mich wieder irgendwie ins Ziel.
    Mir blieb nun Zeit bis am Nachmittag um 15Uhr, bis meine Gruppe ins zweite Qualifying startete. Nach ein paar Telefonaten und mehreren Ratschlägen von Mechanikern an der Strecke wurde dieses Mal der eigentliche Fehler gefunden. Es hatte sich die Kupplungsmutter gelöst und sobald ich den Kupplungshebel betätigte, bewegte sich der komplette Kupplungskorb, statt nur das Kupplungspaket zu öffnen.
    Nun funktioniert auch alles wieder und meine Zeit in diesem Qualy bescherte mir den 17ten Startplatz von 42 Fahrern in meiner Gruppe. Von allen Fahrer, die sich für das Halbfinale qualifizieren müssen, konnte ich den P81 behaupten.
    Um 8:30Uhr am Samstag in der Früh starteten wir in das erste Qualifikations-Rennen des Tages. Die ersten zehn konnten sich damit direkt für das Halbfinale qualifizieren.
    Der Offroad wurde von den Streckenposten am Vortag noch ordentlich gewässert. Aus meiner Sicht war das zu viel des Guten, denn durch die kühlen Temperaturen in der Nacht trocknete es nicht ab. Es war also matschig und ich kämpfte mit der Entscheidung, ob ich nun komplett auf Slicks oder eventuell mit einem vorderen Regenreifen an den Start gehen sollte. Ich entschied mich auf Slicks an den Start zu gehen und dies war eine gute Wahl. Kontrahenten mit Regenbereifung hatten speziell auf Asphalt das Nachsehen.
    Der Start war super, ich konnte gleich die vier vor mir liegenden Starter überholen. In der ersten  Rechtskurve dann gleich der erste Crash rechts von mir. Mehrere Fahrer stürzten und ich konnte gerade noch ausweichen. In der darauffolgenden Linkskurve das gleiche Spiel. Wieder rechts von mir stürzten ein paar Fahrer und flogen glücklicherweise an mir vorbei. Ich befand mich nach der ersten Runde auf P15. Bis zum Ende des Rennens konnte ich mich noch auf P13 vorkämpfen. Leider hatte es mit dem direkten Einzug ins Halbfinale somit nicht geklappt.
    Am Nachmittag um 14:40Uhr startete für mich der Hoffnungslauf. Die nächste Möglichkeit sich zu qualifizieren, sofern man das Rennen unter den Top 3 beenden würde. Mit Startplatz P4 malte ich mir auch sehr gute Chancen aus. Doch mir war auch klar, dass hinter mir viele gute und schnelle Fahrer waren, die im Qualifikationsrennen vom Sturzpech verfolgt waren.
    Mein Start war gut und ich konnte direkt einen Platz gut machen. Allerdings wurden meine Befürchtungen war. In der dritten Runde flogen die ersten schnelleren Fahrer an mir vorbei und reichten mich auf P5 zurück. Ich versuchte krampfhaft die Pace mitzugehen und setzte mich selber unter Druck. Aber unter Druck zu fahren ist nie gut und so geschah es, dass ich meinen Rhythmus verlor und Fehler einbaute. Ich verlor in den nächsten Runden weitere 3 Plätze und durch einen letzten unnötigen Fehler in der allerletzten Runde noch einen Platz. Ich beendete dieses Rennen mit einem enttäuschenden P9.
    Dennoch, mit diesem Ergebnis durfte ich am Super-Last-Chance-Race am Sonntagvormittag teilnehmen. Ich startete von P15 und hatte wieder die Hoffnung es irgendwie ins Halbfinale zu schaffen. Die ersten neuen Fahrer würden sich qualifizierten. Dieses Mal hatte ich allerdings großes Pech gleich nach dem Start. Zuerst klappte mein Start nicht gut und die ersten Fahrer zogen gleich mal an mir vorbei. Dann, wieder ein Crash nach der zweiten Kurve. Diesem konnte ich nur mit viel Mühe ausweichen und verlor aber dabei wieder einige Plätze. Ich kämpfte mich schlussendlich dann zwar noch auf den P27 vor, aber natürlich war das Halbfinale somit nicht erreicht.
    Etwas rückblickend war es aber trotzdem ein super Wochenende. Ich hatte viele Fights auf der Strecke und konnte den Gesamtrang P118 erreichen. Es war ein toller Saisonabschluss bei dem ich viel Spaß hatte!
    Nun ist erstmal die Winterpause angesagt. Die werde ich nutzen, um das Motorrad wieder auf Vordermann zu bringen. Auch werde ich das Training nicht vernachlässigen, um dann nächstes Jahr wieder gut vorbereitet in die Saison starten zu können. Ich werde euch dann wieder in gewohnter Art und Weise berichten.

    #28 HAUBI


     

    Supermoto IDM 2021: Flugplatz Großenhain

    Schon wieder ist die Supermoto IDM 2021 Geschichte. Am 25./26. September wurde auf dem Flugplatz in Großenhain das Finale ausgetragen.
    Eigens für uns wurde die Strecke super präpariert und bot Fahrern und Zuschauern viel Spaß. Der Asphalt ist sehr weitläufig mit langen Geraden, welche mit einigen Schikanen bestückt sind. Der Offroad war mit seinen zwei Tables, drei Anliegern und vier Woops sehr herausfordernd.
    Mit nur 24 Fahrern war die Ü40 Klasse dieses Mal unterbesetzt. Bis auf Steffen Jung, der bereits in St. Wendel den Meistertitel für sich beanspruche konnte, waren aber alle meine direkten Kontrahenten dabei. In der Meisterschaft auf Position zwei liegend, war mir klar, wenn ich den Vizetitel einfahren möchte, dann darf Eike Moes auf gar keinen Fall zweimal gewinnen. Zum Beginn des Wochenende war das sicherlich eine harte, aber auch nicht unlösbare Aufgabe.
    Gleich zum 1. freien Training am Samstagvormittag zeigte Eike auch, dass mit ihm zu rechnen ist. Er belegte P1, während ich am Ende auf P4 stand. Davon hab ich mich natürlich nicht entmutigen lassen. Im 2. freien Training konnte ich zurückschlagen. Ich positionierte mich auf P2 und Eike rutschte ab auf P3.
    Das Zeittraining wurde dann um 15Uhr am Samstag für uns gestartet. Lange Zeit konnte ich mich nicht unter den ersten fünf auf der Anzeigetafel sehen und wurde beinahe nervös. Doch in der zweiten Hälfte des Zeittrainings gelang mir dann eine hervorragende Zeit, die mich auf der ersten Position der Anzeigetafel zeigte. Eike schafft es aber regelmäßig zum Ende des Zeittrainings seine Bestzeit zu fahren. Das war mir klar und ich klemmte mich in seiner letzten Runde an sein Heck. Und tatsächlich, er fuhr mal wieder jetzt seine Bestzeit. Aber keine zwei Zehntel Sekunden später konnte ich diese wieder knacken.
    POLEPOSITION für mich! Darüber freute ich mich sehr und ich war zuversichtlich für die beiden Rennläufe am nächsten Tag.
    Recht früh am Sonntag um 10:35Uhr starteten wir in den ersten Lauf. Ich konnte meine Poleposition umsetzen und bog als Erster in die erste Kurve. Zwar spürte ich immer den Druck von Eike, aber ich konnte meine Führungsposition viele Runden behaupten. In Runde acht traf Eike im Offroad die bessere Linie und zog an mir vorbei. Ich konnte das Rennen als zweiter beenden und Christof Bartsch wurde dritter.
    Im zweiten Lauf durfte Eike nicht gewinnen. Für den Vizetitel hätte es gereicht, dass irgendjemand anderes gewinnt und ich auf jeden Fall direkt hinter Eike ins Ziel kommen musste. Natürlich strebte ich den Sieg an um gar keine Zweifel aufkommen zu lassen. 16:00Uhr war es dann soweit. Mein Start war zwar hervorragen, aber Christof Bartsch von P3 startete noch besser. Er schoss auf eins vor und ich bog als zweiter in die erste Kurve. So wie es angefangen hatte, hätte es auch enden können. Aber es kam leider anders. In der zweiten Kurve im Offroad ploppte mein Motor aus und wollte trotz Elektrostart nicht gleich wieder starten. In diesem Moment fühlen sich ein, zwei Sekunden an, als ob es Minuten wären. Da das Feld noch zusammen war, zogen beinahe alle Fahrer an mir vorbei. Ich rollte das Feld von hinten auf und konnte mich auch ganz gut vorkämpfen. Das ging so lange gut, bis im Offroad ein Fahrer vor mir stürzte und ich dadurch ebenfalls. Wieder war die Aufholjagd eröffnet, doch ich schaffte es leider nur noch auf P10. Eike wurde in diesem Rennen zweiter und somit überholte er mich auch in der Meisterschaft.
    Ich bin verständlicherweise sehr enttäuscht von diesem Wochenende. So greifbar war der Vizetitel für mich in der Ü40 bisher noch nicht. Schlussendlich ist P3 bei über 40 Fahren in der Meisterschaft aber super und mit etwas mehr Abstand von diesem Wochenende, werde ich mich sicherlich noch mehr darüber freuen können.
    Außerdem freue ich mich sehr, dass ich euch in diesem Jahr auch vom Superbiker in Mettet berichten darf. Am Wochenende vom 8. bis 10. Okt. geht es nach Belgien. Dort findet der Superbiker, das größte Supermotorennen weltweit, statt. Hier versuchen über 250 Fahrer, über mehrere Qualifikationsläufe, sich ins Finale zu kämpfen, um sich dann dort mit den Besten der Welt zu messen. Das wird ne richtig geile Supermotoparty! Wer sich dieses Spektakel einmal genauer anschauen möchte, dem kann ich dieses Event nur wärmstens empfehlen. Selbst das Wetter soll hervorragend werden.

    #28 HAUBI



    Vielen Dank an Silke und Katrin für die Fotos

    Supermoto IDM 2021: St. Wendel

    ENDLICH!!! Nach einem Jahr Pause durften wir am 11./12. September wieder meine Lieblingsstrecke in St. Wendel im Wendelinuspark unter die Räder nehmen. Auch das Wetter hat größtenteils mitgespielt und die Regenreifen kamen nur einmal zum Einsatz. Aber auch 3000 Zuschauer durften am Event teilnehmen und es war einfach toll mal wieder vor vollen Tribünen seine Runden zu ziehen.
    Eigens für dieses Event wird eine Bundesstraße in St. Wendel abgesperrt, welche für uns die lange Start-/Zielgerade darstellt. Der Offroad hat zwei Spuren, welche nahezu gleich schnell sind und gute Überholmöglichkeiten bieten - ein Hoch auf den Streckenbauer! Ein weiteres Highlight ist das Omega, eine sehr lange und weite Linkskurve die um einen Skaterpark herumführt. Wer hier die richtige Linie erwischt kann viel Schwung zum Ziel mitnehmen.
    Wir waren in der Ü40 Klasse mit 31 Fahrern am Start und am Samstag um halb neun starteten wir in das erste freie Training. Ich ging die Sache noch ohne großes Risiko und etwas Verhalten an. Konnte aber die viert beste Zeit für mich verbuchen. Im zweiten freien Training um 11:30 Uhr mussten dann die besagten Regenreifen verwendet werden. Es hat zwar nur eine halbe Stunde geregnet, aber genau in dieser Zeit durften wir auf die Strecke. Ich beendete das Training auf Position 2.
    Zum Zeittraining war die Strecke wieder trocken und alle waren auf Slicks unterwegs. Es hat 6 Runden gedauert, bis ich meine schnellste Runde drehen konnte. Zwar hatte ich auf Steffen Jung eine Sekunde eingebüßt, konnte mich damit aber dennoch auf der zweiten Startposition behaupten. Damit war ich sehr zufrieden.
    Noch am Samstagabend um 18:30Uhr starteten wir in unseren ersten Lauf. Ich hatte zwar einen vernünftigen Start, doch Steffen Jung bog von der Poleposition in die erste Kurve knapp vor mir ein. Um einen Sturz zu vermeiden, musste ich ein wenig Bremsen. Christof Bartsch, der von der 5 Position startete, konnte seinen Schwung ausnutzen und bog dann vor der zweiten Kurve sehr knapp vor mir ein. Somit war ich auf der dritten Position gelandet. Das ganze Rennen über suchte ich einen Weg an Christof vorbei. Das ein oder andere mal konnte ich mich auch schon neben ihn setzen. Gereicht hatte es aber leider nicht. Somit beendete ich das Rennen als dritter.
    Das zweite Race war dann am Sonntag um 14Uhr gestartet. Dieses mal gelang mir der Start hervorragend und ich bog als erster in die erste Kurve ein. Meine Freude darüber hielt nicht allzu lange an. Gleich in der ersten Offroad-Durchfahrt schnappte mich Steffen und verwies mich auf die zweite Position. Konnte ich anfangs noch mit ihm mithalten, so musste ich gegen Rennmitte aber abreißen lassen. Dem aber nicht genug, denn Eike Moes konnte zu mir aufschließen. Doch ich machte mich breit wie ein Bus und ließ ihm keine Chance für ein Überholmanöver. Somit beendete ich den Lauf auf Position 2.
    Ich bin mit diesem Wochenende sehr zufrieden. Auch wenn Steffen Jung mit seinem Ergebnis nun bereits den Sack zugemacht hat und sich zum Ü40-Meister küren konnte, so stehe ich in der Meisterschaft auf Position 2, gefolgt von Eike Moes mit einem 6 Punkte Polster.
    Am 25. September geht es zum Finale nach Großenhain. Ich werde alles geben um den Vizetitel nach Hause zu bringen. Ich werde euch berichten.

    #28 HAUBI

    Vielen Dank an Tino und Klaus für die Fotos

     

    Supermoto IDM 2021: Schleizer Dreieck

    Die Supermotosaison nimmt nun Fahrt auf: am 3./4. Juli waren wir zu Gast am Schleizer Dreieck in Thüringen. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite und es war sommerlich warm. Selbst angekündigte Regenschauer zum Sonntag blieben aus.
    Die Corona-Maßnahmen in Thüringen ließen dieses Mal sogar 500 Zuschauer zu. Das hat uns sehr gefreut, denn vor Publikum zu fahren ist einfach eine tolle Sache.  

    Die Strecke in Schleiz bot Platz für 32 Fahrer und wie so oft war die Klasse Ü40 voll besetzt.
    Der Track hat eine schnelle langgezogene Kurve, ist aber ansonsten recht langsam und eng mit ein paar Schikanen bestückt. Auch der Offroad bietet nur eine, wirklich schnelle Linie. Durch diese Umstände ist es dort schwer zu überholen. Somit war aber auch klar, das Qualifying muss sitzen um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

    Die ersten beiden freien Trainings waren viel versprechend und ich konnte mich gleich in den Top 3 platzieren. Für das Quali wurde nochmal die Reifenwahl überdacht und entsprechend angepasst. Das war genau der richtige Zug, um mich an die Spitze zu setzten. Um eine halbe Sekunde distanzierte ich Steffen Jung und holte mir die heißumkämpfte Pole-Position!!! Startplatz 3 belegte Eike Moes vor Gunnar Harsing, der die erste Startreihe komplettierte.

    Am Sonntag um 10:35 Uhr wurde unser erster Lauf gestartet. Ich konnte den Start von der Pole gewinnen und bog als Führender in die erste Kurve ein. Einen sehr guten Start legte auch Gunnar hin und war direkt an meinem Hinterrad. Er konnte auch mehrere Runden den Druck aufrecht halten musste dann aber gegen Rennmitte abreisen lassen. Steffen seinerseits setzte Gunnar ordentlich unter Druck, fand aber schlussendlich den Weg nicht vorbei. Ich konnte den ersten Lauf vor Gunnar Harsing und vor Steffen Jung mit 2,6 sec Abstand gewinnen und bin überglücklich darüber.

    Das wollte ich natürlich im zweiten Lauf wiederholen. Um 16:00Uhr wurde gestartet und ich konnte noch einmal meinen ersten Platz behaupten und holte mir den Holeshot. Das Glück gewährt mir allerdings nicht allzu lang. Am Ende des Infields holperte ich über die Streckenbegrenzung und stürzte. Ich konnte zwar sofort das Rennen wieder aufnehmen, aber da das Fahrerfeld noch eng zusammen war, fand ich mich nur auf P8 wieder. Es dauerte ein, zwei Runden bis ich wieder in den Rhythmus fand. Aber ich konnte dem führenden Feld aufschließen und auch überholen. Aus meiner Sicht hätte das Rennen durchaus noch etwas länger sein können. Aber in der knapp bemessenen Zeit konnte ich mich noch bis auf P4 vorkämpfen. Gewonnen hat Steffen Jung, vor Christof Bartch und Eike Moes. Klar, das Ergebnis hätte besser sein können, aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Außerdem konnte ich die schnellste Rennrunde für mich verbuchen.
    Das Rennen wurde Live auf Youtube gesendet und kann auch noch im Nachgang aufgerufen werden. Wer sich dafür interessiert, der kann das Rennen „Lauf 2 der Ü40“ ab 4:01 ansehen. https://www.youtube.com/watch?v=or_J5arf1y8&t=14726s

    Leider hat uns mittlerweile die Nachricht erreicht, dass das Rennen in Harsewinkel am 14./15. August leider abgesagt werden muss. Das örtliche Gesundheitsamt erlaubt dort keine Zuschauer und ohne diese ist die Veranstaltung nicht finanzierbar.

    Doch ich schau nach vorne und am 31.07./01.08. geht es weiter. Das nächste Rennen wird in Frankreich in Mirecourt ausgetragen und ich berichte euch wieder - seid gespannt!

    #28 HAUBI


    Vielen Dank an Katrin und Silke für die Fotos

     

    Supermoto IDM 2021: Vogelsbergring Wittgenborn

    Endlich!!! Nach einer sehr langen Pause startete die heißersehnte internationale deutsche Supermotomeisterschaft in das Jahr 2021. Die Organisatoren hatten den Start absichtlich sehr spät gelegt, um Corona etwas abklingen zu lassen. Zwar unter gewissen Corona-Maßnahmen und leider auch ohne Zuschauer konnten wir dann aber am 19./20. Juni die Kartbahn in Wittgenborn unter die Räder nehmen.

    Nicht nur die Teilnehmer waren heiß aufs erste Rennen, auch das Wetter war hochsommerlich. 35°C Lufttemperatur brachten alle ordentlich zum Schwitzen. In Wittgenborn wurde die Strecke neu asphaltiert und bot hervorragende Gripverhältnisse im Vergleich zum letzten Jahr.

    Ich starte auch in diesem Jahr wieder in der Klasse Ü40. Mit 30 Startern war die Klasse mal wieder randvoll. In den ersten beiden freien Trainings versuchte ich mich erst einmal ein wenig einzugrooven. Klar, die Ergebnislisten wurden dabei natürlich trotzdem studiert. Mit P5 und P4 war auf jeden Fall Potenzial nach oben. So zog ich fürs Qualifying neue Reifen auf um, nicht die Schuld am Material suchen zu müssen.
    Meine beste Rundenzeit zeigte einen Rückstand von 1,3 sec. auf die Spitze. Dennoch reichte es auf P3 hinter Eike Moes und Steffen Jung. Zufrieden mit der Startposition wollte ich aber in den Rennen näher an die Spitze rücken.

    Noch am späten Nachmittag am Samstag startete unser erster Lauf. Durch einen mittelguten Start konnte ich die Position halten und hatte direkt Eike Moes vor mir. Das Renngeschehen ist schnell erzählt. Eike fuhr ein fehlerfreies Rennen, egal wieviel Druck ich auch ausübte. Ich biss mir das ganze Race die Zähne aus und fand aber leider keinen Weg an ihm vorbei. Mit P3 war ich aber alles andere als unzufrieden – das hat gepasst!

    Unser zweiter Lauf wurde am Sonntagnachmittag gestartet. Dieses Mal gelang mir ein viel besserer Start. Sofort konnte ich mich auf P2 setzen. Ich fand aber nicht wirklich gut ins Rennen hinein und kämpfte zwei  Runden lang mit mir. Erst dann konnte ich einen guten Rhythmus finden und fuhr dann auch super Rundenzeiten. Die beste Rennrunde konnte ich für mich verbuchen. Von hinten musste ich keinen Angriff befürchten, denn der Abstand war zu groß. Aber auch nach vorne war zu viel Luft, als dass ich hätte angreifen können. Doch drei Runden vor Schluss wurde es dann nochmal spannend: Steffen hatte im Offroad seinen Motor abgewürgt und ich konnte beinahe vorbei fahren. Im allerletzten Moment startete aber dessen Motorrad wieder und mit einer halben Motorradlänge Vorsprung bog er in die nächste Kurve ein. Mit P2 im Ziel war ich sehr zufrieden. Vor allem auch, weil ich die Pace der Spitze mitgehen kann. Das motiviert mich für das nächste Rennen.

    Schon am 3./4. Juli wird sich der IDM Trupp in Thüringen am Schleizer Dreieck wieder treffen. Wie gewohnt, werde ich euch wieder berichten.

     #28 HAUBI

     

    Supermoto IDM 2020: im Schleizer Dreieck

    Am 26./27. September fand in Thüringen der letzte Lauf zur Internationalen Deutschen Supermotomeisterschaft im Coronajahr statt. Genauer gesagt ging es ins Schleizer Dreieck. Rennsportfans kennen den Ort. Es ist die älteste Naturrennstrecke Deutschlands und besteht seit über 95Jahren. Dort werden auch andere Rennserien wie beispielsweise die Superbike IDM oder auch die Sidecar IDM ausgetragen. Seit 2004 ist es das erste Mal, dass es dort wieder eine Supermoto-Veranstaltung gibt.

    Voller Erwartungen an eine schnelle, flüssige Rennstrecke bin ich leider etwas enttäuscht worden. Auf dem riesigen Gelände konnte nur ein kleiner Teil für Supermoto abgesteckt werden. Doch die Veranstalter haben, speziell im Offroad, etwas ganz vernünftiges auf die Beine stellen können. 

    Das Wetter konnte leider nicht angepasst werden. Am Samstag hatte es den kompletten Tag geregnet. Am Sonntag hatte es zwar nicht geregnet, aber die Erde im Offroad hatte keine Chance abzutrocknen. Außerdem war es saukalt. Somit für alle Beteiligten wirklich sehr schwierige Verhältnisse über das ganze Wochenende hinweg. Doch was soll ich sagen, diese widrigen Bedingungen scheinen mir zu liegen und die Ergebnisse haben gepasst. Aber eins nach dem anderen.

    Die Klasse Ü40 war mit 22 Fahrern leider nicht voll belegt. Wir durften am Samstag um 8Uhr als Erstes auf die Piste. Ab diesem Zeitpunkt war dann klar: das Motorrad wird nicht so schnell wieder sauber. Im Offroad waren riesige Matschpfützen und der Asphalt war schnell mit einer braunen Brühe überzogen. Doch es lief für mich gut, P1 nach dem ersten freien Training mit 1,2 Sekunden Abstand.
    Im zweiten freien Training konnte ich mich ebenfalls auf P1 behaupten und konnte den Abstand sogar noch auf 2,3 Sekunden ausbauen.

    Das machte für das Zeittraining große Hoffnung mal wieder auf die Pole zu fahren. Es startete um 13:35Uhr nach wie vor bei strömendem Regen. Bei diesem nasskaltem Wetter war der Spaß etwas verhalten. Der Blick auf die Zeitentabelle zauberte mit ein Lachen aufs Gesicht. Mit 2,2 Sekunden Abstand fuhr ich auf P1. P2 konnte sich Gunnar Harsing vor Paul Wijgaerts sichern.

    Um 16:20Uhr startete unser erstes Rennen. Abgesehen davon, dass es schwer war sich bei diesen Bedingungen nicht abzulegen, war es für mich ein sehr unspektakuläres Rennen. Ich konnte einen glatten Start-Ziel-Sieg einfahren! Mega glücklich mit diesem Ergebnis freute ich mich bereits auf den nächsten Tag.

    Der zweite Lauf startete für uns am Sonntag um 14Uhr. Die Verhältnisse war nun noch schwieriger. Ohne Regen wurde der Asphalt noch schmieriger. Der Schlamm, der aus dem Offroad gezogen wurde, konnte nicht weggespült werden. Dadurch entstand auf dem engen Kurs nur noch eine befahrbare Spur.
    Die Ampel schaltete auf Rot und die Motoren heulten auf. Im Augenwinkel sah ich Gunnar sein Motorrad zucken und hab mich anstecken lassen. Die Räder haben sich noch vor dem eigentlichen Start bewegt. Ich holte mir zwar den Holeshot, aber es war klar, dass ich eine Stop&Go-Strafe absitzen werden muss. Drei Runden hat man Zeit um seine Strafe zu verbüßen. Ich versuchte so viel Abstand wie möglich herauszufahren, bevor ich in die Box fuhr. Der Versuch, sich noch vor dem Zweitplatzierendem einzuordnen, ist leider nicht gelungen. Direkt hinter Frank Hauser durfte ich wieder auf die Strecke. Der machte sich breit wie ein LKW und fuhr auf der Kampflinie. Viele Versuche zu überholen sind gescheitert. So fuhr ich auf P2 direkt am Hinterrad von Frank ins Ziel. Dennoch hat es viel Spaß gemacht und ich bin damit sehr zufrieden.

    Die Saison ist nun leider schon wieder vorbei. Hoffentlich wird im nächsten Jahr die Supermoto IDM wieder in geregelten Bahnen laufen können, auch wenn Corona vermutlich bis dahin nicht besiegt sein wird.
    Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon wieder euch davon zu berichten.

    Eine schöne Offseason wüncht euch

    #28 HAUBI

     

    Supermoto IDM 2020: Auf der Kartbahn in Wittgenborn

    Corona hat leider auch nicht halt vor meinem wunderschönen Hobby gemacht. So kam es, dass die Rennen der Internationalen Deutschen Supermotomeisterschaft entweder abgesagt oder unplanbar kurzfristig verschoben wurden. Die Organisatoren haben dennoch ihr Bestes gegeben, um irgendwas auf die Beine zu stellen – ein Dank dafür an dieser Stelle.
    So kam es dann, dass wir in Hessen am 05./06. September auf der Kartbahn in Wittgenborn an den Start durften. Um die Anzahl der Menschen auf der Anlage und somit eine mögliche Ausbreitung des Corona-Virus so gering wie möglich zu halten, fand die ganze Veranstaltung unter Ausschluss von Zuschauern statt.

    Das Wetter an diesem Wochenende war zwar bewölkt, doch es blieb glücklicherweise trocken. Locals berichteten, dass es bei nasser Fahrbahn hier nicht fahrbar sei - durch die Beschaffenheit des Asphalts und dem Gummiabrieb der Karts sei es schlicht und einfach zu rutschig. Für mich war es das erste Mal auf dieser Strecke und ich merkte schnell, dass es auch im trockenen hier recht rutschig ist.

    In der Klasse Ü40 waren 24 Fahrer am Start. Am Vormittag starten wir in das erste freie Training. Es lief für mich nicht wirklich rund. Ich fühlte mich auf dem Motorrad nicht wohl und verlor auf die Spitze über 2 Sekunden. In der Box haben wir dann ein paar Dinge am Motorrad geändert und diese waren erfolgreich. Im zweiten freien Training konnte ich Platz 2 mit 0,7 Sekunden herausfahren.

    Das Zeittraining am Nachmittag lief dann auch ganz vernünftig. Ich wusste, dass Steffen Jung schneller ist als ich. Deshalb versuchte ich an ihm dran zu bleiben. Das gelang in der ersten Hälfte auch recht gut. Als wir auf langsamere Fahrer aufliefen hatte er etwas mehr Glück und konnte die nötigen Lücken finden. Die Poleposition ging an Steffen, P2 konnte ich belegen und auf P3 war Alexander Winzig-Heilig.

    Noch spät am Samstagabend hatten wir dann unseren ersten Lauf. Wie üblich beginnt der Start sobald die Ampel von Rot auf AUS schaltet. Alex hat aber beim Start für ein wenig Verwirrung gesorgt. Denn bevor die Ampel überhaupt die Chance hatte auszuschalten, rauschte Alex schon los. Meine Konzentration auf den eigentlichen Start war dahin und ich fuhr einen Ticken zu spät los. Ich musste mich ordentlich breit machen, dass ich nicht gleich am Anfang überholt wurde. Nach den ersten Kurven fand ich mich auf P3 wieder. Klar war aber auch, dass Alex mit seinem Frühstart eine Stop-Go-Strafe bekam und ich um diesen Platz nicht kämpfen musste. Der Rest vom Rennen ist schnell erzählt. Alex saß seine Strafe ab und ich rutschte auf P2 vor. Steffen war deutlich stärker, so dass ich nicht angreifen konnte und hinter mir auf P3 war Carsten Schwolen der wiederum mich nicht attackieren konnte. Mit P2 war ich mehr als zufrieden.

    Am Sonntag um 15:25Uhr starteten wir in unseren zweiten Lauf auf dem knapp einen Kilometer langen Kurs. Mein Start war dieses Mal perfekt und ich holte mir den Holeshot. Ein paar Runden konnte ich dem Druck vom Steffen auch halten. Aber er war einfach zu stark und nutzte schamlos einen Fehler von mir aus. Im Offroad verpasste ich die Ideallinie und Steffen drückte sich vorbei. Auch in diesem Rennen konnte ich ihm leider nicht gefährlich werden. Stattdessen musst ich mich aber vom erstarkten Ingo Ruh in acht nehmen. Der war direkt an meinem Hinterrad und wollte sich nicht abschütteln lassen. Für eine Attacke hat es aber schlussendlich nicht gereicht und so war ich wieder sehr zufrieden mit dem P2.

     Nun freue ich mich schon auf das letzte Septemberwochenende. Wir werden eine neue Strecke unter die Räder nehmen - es geht nach Thüringen aufs Schleizer Dreieck. Ich werde euch berichten.

    #28 HAUBI

     

    Supermoto IDM 2019: Finale in Harsewinkel

    Schon wieder ist ein Supermotojahr vorbei. Das Finale der „Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft“ hat am 28./29. September in Harsewinkel stattgefunden. Das Emstalstation, mit seiner langen Sandbahn, wurde bereits zum Saisonstart von uns besucht. Ich freute mich darauf, denn generell liegt mir die Strecke ganz gut. Das Sandbahnoval wird normalerweise von den Kollegen vom Speedway unter die Räder genommen. Aber mit der Kartstrecke in der Mitte, einem Sprung und der Hälfte der Sandbahn ist es genial für Supermotorennen geeignet.

    Man sollte es nicht glauben, aber auch an diesem Wochenende hat es häufig geregnet. Von insgesamt sieben Rennwochenenden waren gerade mal zwei trocken. Auch die Temperaturen waren alles andere als angenehm. Aber es trifft jeden Fahrer gleich und alle kämpfen mit den gleichen Bedingungen. Insgesamt waren 31 Fahrer in der Ü40-Klasse am Start.

    In der Nacht auf Samstag war alles noch schön trocken und alle hofften es würde so bleiben. Aber natürlich war es nicht so. Pünktlich, eine Stunde vor dem ersten freien Training begann es zu regnen. Wir bauten unsere Motorräder für die nassen Bedingungen um und kleideten uns entsprechend. Dieses Training konnte ich auf P2 abschließen. Im zweiten freien Training hatte es dann nicht mehr geregnet. Dennoch war die Strecke noch feucht und die Regenräder immer noch die richtige Wahl. Zum Schluss landete ich wieder auf P2 und war sehr zufrieden.

    Das Zeittraining startete um 15 Uhr. Mittlerweile war der Asphalt trocken. Aber die Sandbahn war immer noch komplett nass. Die Gruppen vor uns zogen außerdem den Schmutz auf den Asphalt. Ich war mir nicht sicher, ob ich auf Slicks oder Regenreifen raus sollte. Schlussendlich entschied ich mich aber für die sichere Variante und fuhr das Zeittraining komplett auf Regenreifen. Das war die richtige Wahl, denn ich konnte mir den zweiten Startplatz für die Rennen herausfahren.

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte es wieder geregnet. Es hatte in den frühen Morgenstunden zwar aufgehört und der Asphalt war bald wieder trocken. Doch die Sandbahn war zu unserem Start ins erste Rennen um 10:40Uhr immer noch komplett nass. Das Risiko auf Slicks zu fahren, war zu groß und ich fuhr auf Regenreifen an den Start. Mein Start war perfekt! Ich holte mir den Holeshot und bog als erster in die erste Kurve ein, gefolgt von Steffen Jung und Eike Moes. Das halbe Rennen konnte ich auch alle Angriffe gut abwehren und hatte die Jungs im Griff. Doch leider ist mir dann ein Fehler passiert. Ich traf die Kurve auf die Sandbahn nicht und konnte nicht sauber beschleunigen. Steffen konnte sich neben mich setzen und besser beschleunigen. Im Parallelflug ging es durch die Sandbahn bis zum Ausgang und da hatte Steffen dann die bessere Linie und war durch. Ich konnte ihm gut folgen, doch bekam auch schon wieder von Eike Besuch. Der hatte es dann schlussendlich in der Rechtskurve nach dem Offroad geschafft mich zu überrumpeln. Ich hatte überall einen Angriff erwartet, doch nicht an dieser sehr rutschigen Stelle. In diesem Dreierpulk fuhren wir das Rennen dann zu Ende. Platz 3 war für mich in Ordnung.

    Die Wettervorhersage für unser zweites Rennen wollte es nicht gut mit uns meinen. Speziell mein hinterer Regenreifen hatte ich im ersten Rennen ordentlich abgefahren und ich war auf der Suche nach einem neuen. Doch der Reifendealer war bereits ausverkauft und hatte keine Regenreifen mehr im Angebot. Also mussten die alten Reifen nochmal herhalten. Bei strömenden Regen startete um 16:00 Uhr unser zweites Rennen. Ich konnte wieder als erstes in die erste Kurve abbiegen. Aber ich kämpfte mit stumpfen Waffen. Speziell beim Beschleunigen aus den Kurven rutschte ständig das Hinterrad. Ich wollte aber keinen Sturz riskieren und fuhr auf Nummer sicher. Bald schon konnten Marcus Alden und Gunnar Harsing an mir vorbeiziehen. Wieder auf P3 konnte ich das Rennen beenden.

    Die Saison ist nun vorbei und im Gesamtklassement stehe ich wie letztes Jahr auf einem guten dritten Platz mit dem ich voll und ganz zufrieden bin. Die Winterpause werde ich nun für die Vorbereitung des nächsten Jahres nutzen, um dann wieder mit vollem Elan euch berichten zu können.

    Bis bald…. #28 HAUBI


    Supermoto IDM 2019: Rutschpartie in Cheb

    Bereits zum 6. Mal in diesem Jahr traf sich am 7./8.September die Supermotoelite der internationalen deutschen Supermotomeisterschaft. Dafür ging es nach Tschechien zur Kartarena in Cheb.

    Der Asphalt ist dort etwas speziell und bietet, auch durch den Gummiabrieb der Karts, sehr wenig Grip. Das wird noch verschärft, sobald es nass wird und ein Grenzbereich ist dann quasi nicht vorhanden. Dafür ist der Offroad super. Dieser wurde verändert und besteht nun aus mehreren Tables, Doubles und Anliegern.

    Wie schon so oft in diesem Jahr, hat das Wetter auch dieses Wochenende nicht so richtig mitgespielt. Am Samstagvormittag war es regnerisch und der Dreck aus dem Offroad wurde weit auf die Kartbahn getragen. Außerdem war es das ganze Woche sehr kühl. Erst am Sonntagnachmittag wurden die Bedingungen etwas besser. Sehr untypisch, die Klasse der Ü40 war dieses Mal mit nur 25 Fahrern am Start. Doch an der Spitze hat sich nicht viel getan, meine direkten Kontrahenten waren alle mit dabei.

    Am Samstag um kurz vor 9 Uhr, bei strömendem Regen, startete unser erstes freies Training. Die rutschigen Verhältnisse wurden mir in Runde 5 zum Verhängnis. Beim Beschleunigen aus der Kurve überholte mich ansatzlos das Hinterrad und ich lag da. Es ist glücklicherweise nicht viel passiert, aber es war klar, ein Grenzbereich ist hier nicht zu spüren. Sobald man ins Rutschen gerät, hat man kaum eine Chance dieses wieder abzufangen und es endet meist sehr schnell mit einem Sturz. Dennoch konnte ich auf P3 abschließen. Auch das zweite freie Training wurde bei regnerischen Bedingungen abgehalten. Ich konnte mich etwas steigern und holte mir P2. Leider ist es mir aber wieder passiert; ansatzlos verlor ich beim Beschleunigen das Hinterrad. Wieder ist nicht viel passiert, aber man fährt dann nicht mehr wirklich frei.

    Das Zeittraining startete um 15 Uhr. Zwar hat es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geregnet, doch die Piste war immer noch nass und die Bedingungen immer noch schwierig. Für mich lief das Training ganz und gar nicht nach meinen Vorstellungen. Ich erhoffte mir einen Platz aus der ersten Startreihe. Runde für Runde versuchte ich meine Zeit zu verbessern, doch die Anzeige zeigte mich wechselnd auf P4, P5 und P6. Dann in der letzten möglichen Runde wollte ich nochmal so richtig einen raushauen. Aber das einzige was ich geschafft hatte, war schon wieder ein Sturz. Dieses Mal hatte ich mir die linke Hand schmerzhaft geprellt. Das Ergebnis war ein enttäuschender P5 und ein Start in die Rennen aus der zweiten Startreihe. Das war mir dieses Jahr noch nicht passiert.

    Noch am Samstagabend um 18 Uhr starteten wir ins erste Rennen. Ich war froh, dass meine angeschwollene Hand noch gerade so in meinen Handschuh passte. Die Piste war mittlerweile getrocknet, aber immer noch sehr schmutzig und es war speziell in den ersten Kurven nach dem Offroad nur eine Linie schneller befahrbar. Mein Start war ganz in Ordnung und ich konnte eine Position gut machen. In Runde drei konnte sich Christof Bartsch im Offroad an mir vorbeidrücken. Ebenfalls im Offroad konnte ich aber dann auch wieder eine Position gut machen und dort in Runde 6 Gerd Gotschy überhohlen. P4 war das Ergebnis.

    Aufgrund der Schmerzen in der Hand und die Angst nochmal darauf zu stürzen, verzichtete ich auf das WarmUp am Sonntag in der Früh. Klar aber, um 14 Uhr stand ich dann wieder am Start. Ich startete super und konnte von P5 auf P2 vorfahren. Doch meine Pace war nicht gut und ich konnte mit dem führenden Steffen Jung nicht mithalten. P2 konnte ich mehrere Runden halten, doch dann wurde der Druck zu hoch. Erst überholte mich Christof und ein paar Runden später ging auch Eike Moes an mir vorbei. Im letzten Renndrittel fiel Christof dann mit einem technischen Problem zurück und ich nahm dankend P3 an und konnte diesen dann auch nach Hause fahren.

    Das war ein sehr schwieriges Wochenende für mich und ich habe noch das bestmöglichste herausgeholt, auch wenn ich nicht zufrieden bin. Ende September ist nun bereits das Finale in Harsewinkel und ich werde euch von dort wie immer berichten. Drückt mir die Daumen.

    Grüße #28 HAUBI


    Supermoto IDM 2019: Supermoto in Oschersleben

    Schon eine Woche nach Schaafheim, traf sich der gesamte Supermototross wieder in Oschersleben. Am 13./14. Juli besuchten wir das Bundesland Sachsen-Anhalt, um dort in der Motorsport Arena Oschersleben die Reifen glühen zu lassen. Die Kartstrecke wird dort mit einem eigens für Supermoto angelegtem Offroad kombiniert und es macht riesig Spaß dort zu fahren.
    Wenn es auch teilweise etwas anders ausgeschaut hatte, so hat das Wetter das ganze Wochenende doch mitgespielt. Am Samstag war es noch recht stark bewölkt und die Temperaturen moderat. Während am Sonntag kaum Wolken am Himmel waren und die Sonne uns ordentlich ins Schwitzen gebracht hatte.
    Die Klasse der Ü40 war dieses Mal mit 33 Fahren nicht voll belegt, drei Fahrer fehlten. Meine direkten Kontrahenten waren aber am Start und so fanden sich unter den Top 5 die üblichen Verdächtigen.
    Das erste freie Training startete für uns um halb zehn und ich konnte mich auf P3 festsetzen. Das zweite freie Training startete um 11:50 Uhr und ich merkte, dass irgendetwas nicht passte. Die vordere Bremse wurde zu heiß und dabei wanderte mein Druckpunkt. Beim Anbremsen nach den langen Geraden war mir immer etwas mulmig und ich hatte die Angst, dass meine Bremse völlig versagen würde. Das blieb glücklicherweise aus und ich beendete die Session schlussendlich auf P4.
    In der Pause kümmerte ich mich dann um meine Bremse. Nach kurzer Beratung mit dem Rennservice vor Ort, reinigte ich die Bremskolben der Bremszange, wechselte die Bremsbeläge und die Bremsflüssigkeit.
    Außerdem veränderte ich noch die Einstellung am Federbein, um noch etwas mehr Grip am Hinterrad zu finden.
    Das Zeittraining startete dann pünktlich um 15:15 Uhr. Ich merkte schnell, dass die Fahrwerkseinstellung positiv waren. Auch die Bremse funktionierte gut und ich hatte keine Probleme. In der 7ten Runde fuhr ich meine Bestzeit und setzte mich auf Position 2 fest. Eike Moes schaffte es dann noch in seiner allerletzten Runde meine Zeit um 7 Hundertstel zu unterbieten. Das war für mich zwar etwas ärgerlich, aber P3 und somit der Start aus der ersten Reihe ist völlig in Ordnung.
    Das erste Rennen am Sonntag startete für uns um 10:50 Uhr. Unerwartet schnell schaltete die Startampel aus und ich verpennte den Start. Glücklicherweise ging das nicht nur mir so, sondern auch die zweite Reihe startete langsam. Nach den ersten Kurven fand ich mich auf der Position 3 hinter Steffen Jung und Eike wieder. Ich konnte das ganze Rennen etwas Druck auf Eike ausüben. Aber er ist schon lange im Geschäft und hat keinen Fehler gemacht. 20 Punkte für P3 im ersten Durchlauf war die Ausbeute.
    Am Nachmittag um 16 Uhr dann erfolgte der Start ins zweite Rennen. Mein Ziel war es, irgendwie den zweiten Platz einzufahren, um nicht zu weit in der Meisterschaft ins Hintertreffen zu geraten. Aber das zweite Race war eine Kopie des ersten. Wieder gelang mir kein vernünftiger Start und wieder befand ich mich hinter Steffen und Eike auf P3. Das ganze Rennen befand ich mich direkt hinter Eike, aber Überholen ist in Oschersleben schwierig. So kam es, dass ich nochmal 20 Punkte für den dritten Platz bekommen habe.
    In der Meisterschaft liege ich nun auf dem dritten Gesamtrang und es fehlen gerade mal 5 Punkte, um auf den zweiten Platz zu kommen. Es sind noch zwei Stationen im Rennkalender und somit ist noch alles offen. Wie gewohnt werde ich von der nächsten Veranstaltung aus Cheb berichten.

    Grüße #28 HAUBI


    Supermoto IDM 2019: Das „Fahrwerk“ in Schaafheim

    Nach ein paar Wochen Pause führte es die Protagonistin der Internationalen Deutschen Supermotomeisterschaft am 06./07. Juli nach Hessen auf die Kartbahn „Fahrwerk“ in Schaafheim. In Schaafheim sind 36 Starter pro Klasse zugelassen. Wie üblich war das Starterfeld der Ü40er randvoll. Am Samstag zeigt sich der Sommer von seiner brutal heißen Seite. In den Lederkombis und unter den Helmen wurde es kuschelig warm. Um 8:40Uhr ging es dann für uns raus, ins erste freie Training. Leider musste dieses recht schnell abgebrochen werden. Ein Pilot stürzte im Offroad und musste von den Sanitätern geborgen und ins Krankenhaus gebracht werden. Auf diesem Weg wünsche ich ihm eine ganz schnelle und gute Genesung! Das zweite freie Training brachte dann etwas kühlenden Fahrtwind in den Helm. Die Endplatzierung war mit P4 ganz OK, doch es fehlten 2 Sekunden auf die Spitze. Nachdem ich letztes Jahr hier gewinnen konnte, brachte mich das ins Grübeln. Ein paar Anpassungen am Motorrad machten es dann zum Zeittraining etwas besser. Ich verkürzte meinen Abstand zur Spitze auf 1,6 Sekunden. Allerdings konnte ich den Startplatz nicht verbessern. Auf P3 fehlten gerade mal eine Zehntel. Aber mit P4 war ich zufrieden, denn ich sicherte mir einen Startplatz aus der ersten Reihe und das ist das oberste Ziel gewesen. War es am Samstag nach meinem Geschmack noch viel zu heiß, hoffte ich dennoch nicht auf das, was uns am Sonntag erwartete. Das erste Rennen startete für uns am Sonntag um 10:35Uhr bei strömendem Regen und verwandelte die Strecke in eine einzige Rutschbahn. Speziell der Offroad erinnerte nach ein paar Runden eher an ein schwerbefahrbares Enduro Gelände, statt an einen Supermoto-Racetrack. Ich hatte einen sehr guten Start und konnte gleich auf P2 vorfahren. Steffen Jung setzte sich aber immer weiter ab und war für mich nicht zu erreichen. Stattdessen musste ich den heraneilenden Gunnar Harsing versuchen abzuwehren. Gunnar erhöhte den Druck und schaffte es schlussendlich im Offroad an mir vorbei. Mit P3 im Endergebnis bin ich aber sehr zufrieden. Kurz vor vier starteten wir dann in das zweite Rennen. Das Wetter war mittlerweile wieder sonnig und die Strecke wieder abgetrocknet. Der Bahndienst hatte sogar den Offroad wieder perfekt befahrbar gemacht. Wieder konnte ich einen super Start hinlegen. Zwar war es wieder Steffen der sich den Holeshot holte aber ich reihte mich wieder direkt dahinter ein. Das halbe Rennen lief für mich perfekt. Zwar war ich nie in der Lage Steffen wirklich anzugreifen, doch er war immer in Sichtweite und nach hinten hatte sich eine Lücke aufgetan. Ich fühlte mich sehr wohl auf dem Motorrad, doch ich habe übertrieben. In der Linkskurve nach der Start-Ziel-Geraden verlor ich mein Vorderrad und stürzte. Ich konnte das Rennen hinter Ingo Ruh auf P6 wieder aufnehmen. Meine Pace war zwar schneller, doch Ingo kann sich breit wie ein Laster machen. Ich fand leider keinen Weg an ihm vorbei und beendete das Rennen auf P6. Glücklicherweise trug ich keine stärkeren körperlichen Blessuren davon, aber ich bin natürlich enttäuscht. Es hätte durchaus P2 werden können. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen. Schon nächstes Wochenende geht es nach Oschersleben. Drückt mir die Daumen.

    Grüße #28 HAUBI


    Supermoto IDM 2019: St.Wendel wird volljährig

    Unser dritter Stopp führte uns zum Stadtkurs in St.Wendel. Bereits zum 18. Mal war die Stadt Gastgeber der Internationalen Deutschen Supermotomeisterschaft. Die Volljährigkeit feierte die Stadt mit freiem Eintritt für alle Besucher. Das bescherte uns ca. 10.000 Zuschauer. Bei dieser Menge an jubelnden Fans macht es gleich doppelt so viel Spaß.
    Das erst Mal in diesem Jahr hätten die Piloten alle ihre Regenreifen zu Hause lassen können. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite, denn bei sommerlichen Temperaturen war es das ganze Wochenende trocken.
    Maximal 34 Starter sind für die Rennen in St. Wendel zugelassen. Wie gewohnt war das Feld bei den Ü40 voll. Nach dem tragischen Unglück vor zwei Jahren wurde die Strecke das zweite Mal überarbeitet und etwas angepasst. Mit dem Ziel die Geschwindigkeit zur Offroadeinfahrt zu reduzieren, wurde dort ein sehr steiler Sprung mit einer harten Landung platziert. Für alle war das erst sehr ungewohnt und für Supermoto untypisch. Doch das Ziel wurde erreicht und irgendwie Spaß hat es dann doch gemacht.
    Schon im ersten freien Training war ich gut mit von der Partie und konnte mir die drittbeste Zeit erfahren. Ich konnte meine Rundenzeit im zweiten freien Training um 1,7 Sec unterbieten, rutschte aber dennoch auf P4 ab.
    Um 15Uhr startete das Zeittraining. Ich konnte gleich in Runde 4 meine beste Zeit fahren. Rundenlang erfreute ich mich beim Blick auf die Zeittafel, denn ich wurde die ganze Zeit als schnellster Fahrer gelistet. Ich versuchte meine Zeit noch zu verbessern, doch durch den vielen Verkehr fand ich einfach keine freie Runde mehr. Ich hoffte, dass es den anderen ebenfalls so erging. Aber erst war es Eike Moes und dann auch Steffen Jung, die es schlussendlich doch noch geschafft hatten sich vor mir zu platzieren.
    Recht spät am Samstagabend um 19:40Uhr starteten wir dann in unser erstes Rennen. Irgendwie war ich nicht ganz bei der Sache und ich zuckte etwas später als Steffen, der den Start für sich entscheiden konnte. Das halbe Rennen konnte ich auf P2 liegend ihm auch ganz gut folgen, wirklich gefährden konnte ich ihn allerdings nicht. Zum Schluss konnte Christof Bartsch auch noch etwas auf mich aufschließen. Aber den zweiten Platz gab ich nicht mehr her. Mit diesem Ergebnis war ich sehr zufrieden.
    Am Sonntag zur Mittagszeit wurde dann unser zweites Rennen gestartet. Ich konzentrierte mich auf den Start und kam auch super vom Fleck. Doch auch Steffen war hervorragend gestartet. In der ersten Kurve war es dann sehr knapp und wir berührten uns und ich musste etwas weit fahren. Er hatte somit den Start schon wiedergewonnen und ich konnte wieder auf den zweiten Platz vorfahren. Doch meine Freude hielt nicht sehr lange. Mein Motorrad war speziell im Offroad komisch zu fahren. Gleich in der ersten Runde, in der zweiten Kurve des Offroads ging Gunnar Harsing an mir vorbei. In der nächsten Durchfahrt des Offroads wieder das gleiche komische Gefühl. Das Moped wollte einfach nicht sauber durch die Anlieger fahren und es war schwer die Linien richtig zu treffen. Nachdem wieder im Offroad erst Eike und dann auch Christof an mir vorbei gingen, fand ich heraus was das Problem war und leider konnte ich es nicht beheben: der Starthaken hatte sich nicht gelöst und ich fuhr mit ca. 10cm weniger Federweg und tiefer gelegter Front weiter. Ich hoffte irgendwie den P5 zu halten und den heraneilenden Lutz Höllig hinter mir zu halten. Pech hatten dann auch vor mir Gunnar und Christof. Im letzten Anlieger hat Gunnar die Situation falsch eingeschätzt und musste zu Boden. Christof hatte keine Chance mehr auszuweichen und stürzte über dessen Motorrad. Ich hatte Glück und konnte mit Lutz an beiden vorbeifahren. Dann waren es nur noch zwei Runden, die ich irgendwie überstehen musste und es gelang mir. P3 mit viel Glück im Unglück war das Ergebnis.

    St. Wendel war ein spitzen Wochenende und ist für Fahrer und Zuschauer immer eine Reise wert. In der Meisterschaft stehe ich nun auf der dritten Position und abzüglich eines Streichergebnisses sogar auf dem zweiten Rang. So kann es gerne weiter gehen. Nach einer kleineren Pause geht es am 06./07.07. auf die Kartbahn nach Schaafheim. Vielleicht kommt der ein oder andere zu Besuch! Wir sehen uns.

    Grüße #28 HAUBI

    Vielen Dank an Silke und Klaus für die Fotos



    Supermoto IDM 2019: Flugplatzshow in Großenhain

    Zur zweiten Station im Rennkalender war die Supermoto IDM zu Gast in Großenhain. Für dieses Event am 11./12. Mai hat der ortsansässige Verein sein bestes gegeben, um die Strecke vorzubereiten. Die Jungs hatten auch während des Wochenendes einiges zu tun. Wie auch schon vor zwei Wochen in Harsewinkel zeigte sich das Wetter sehr durchwachsen. Besonders der Samstag war sehr nass und kalt. Am Sonntag klarte es dann auf und sorgte auch bei den Zuschauern für eine gute Stimmung. 34 Piloten der Klasse Ü40 fanden den Weg in das sächsische Großenhain und zeigten mit dem voll besetzen Starterfeld, was auch noch in höherem Alter möglich ist. Noch unter trockenen Bedingungen starteten wir am Samstagvormittag ins erste freie Training. Das Training dient dazu, sich mit der Strecke vertraut zu machen. Ich konzentrierte mich auf eine gute Linie, um immer mit viel Schwung auf die sehr langen Geraden zu fahren. P4 unter trockenen Bedingungen waren das Ergebnis. Für mich noch nicht befriedigend. Zum zweiten freien Training hat es bei uns dann so richtig geregnet. Wir wurden somit auf Regenreifen gebeten, das Tänzchen mit dem Motorrad zu wagen. Das ist mir sehr gut gelungen und ich fuhr den ersten Platz dabei raus. Schlussendlich wird es aber erst richtig wichtig im Zeittraining. Ich hoffte insgeheim, dass es wieder so richtig regnen würde, denn scheinbar komme ich unter diesen Bedingungen am besten zu recht. Um 15 Uhr regnete es aber nicht mehr, doch der Track war noch komplett nass. Für alle sind diese Verhältnisse am schwierigsten. Der Schlamm aus dem Offroad trägt sich auf den Asphalt hinaus und wird dort aber nicht mehr vom Regen weggespült. Die Fahrbahn ist dann rutschig wie Schmierseife. Das halbe Quali konnte ich die Meute anführen. Dann war es Steffen Jung der in Runde 8 mir eine Sekunde aufs Auge drückte. Dem nicht genug hatte er Eike Moes im Schlepptau der im Windschatten ebenfalls schneller fahren konnte als ich. Doch es gibt schlimmeres als von P3 aus der ersten Startreihe in die Rennen zu starten. Noch am Samstagabend kurz nach 19Uhr wurde unser erstes Rennen dann gestartet. Die Bedingungen waren ähnlich schwierig wie im Zeittraining. Onroad gab es quasi nur eine trockene Fahrspur, der komplette Offroad war ein einziges Matschloch und außerdem wurde es bereits dunkel. Das alles hielt mich aber nicht ab und ich holte mir den Holeshot. Mal mehr oder weniger gut, bzw. mehr oder weniger sicher auf dem Moped, spulte ich meine Runden ab. Steffen hat sich aber nicht abschütteln lassen und war stets in Schlagdistanz. Zur Mitte des Rennens konnte er dann in der Kurve vor dem Offroad the winning-over-take setzen. Mit P2 bin ich sehr zufrieden. Am Sonntag waren dann die Wetterbedingungen endlich gut. Der Offroad wurde sauber präpariert und der Asphalt war trocken. Doch leider ist mein zweiter Lauf schnell erzählt. Dank der eingebauten Startautomatik, holte ich mir wieder den Holeshot! Doch bereits in der zweiten Runde beendete ein Platten am Hinterrad meine Ambitionen auf den Rennsieg. Wirklich sehr ärgerlich – but that‘s racing.

    Grüße #28 HAUBI

    Vielen Dank an Silke für die Fotos



    Supermoto IDM 2019: Auftakt auf der Sandbahn in Harsewinkel

    Der Winter war lang und endlich ging es los. Am 27./28. April startete die internationale Deutsche SuperMoto Meisterschaft Emstalstadion in Harsewinkel. Das Emstalstadion ist ursprünglich für Sandbahnrennen konzipiert. Aber bestückt mit einer Kartbahn im Infield ist es das perfekte Eldorado für Supermoto. Die Hälfte des Sandbahn-Ovals und beinahe die komplette Kartstrecke wird je nach Klasse in einem Rennen ca. 13- bis 17-mal unter die Räder genommen. Die Wetterbedingungen waren das ganze Wochenende sehr durchwachsen. Sonnenschein, starke Bewölkung, Nieselregen und auch Starkregen – alles war geboten. Für uns Fahrer und auch die Mechaniker bedeutet das Stress. Ständig mussten Fahrwerkseinstellungen angepasst und zwischen Trocken- und Regenreifen gewechselt werden. Wie gewohnt war auch dieses Mal das Fahrerfeld der Ü40 Klasse mit 34 Piloten voll besetzt. Sechs neue Piloten fanden den Weg zu uns und deren Leistung konnte noch nicht richtig eingeschätzt werden. Dennoch erhoffte ich mir eine Top 3 Platzierung am Ende des Tages. Das erste freie Training wurde im Trockenen gefahren. Das ist für mich super gelaufen und ich war erstaunt, denn ich fand mich auf P2 wieder. Allerdings mit über einer Sekunde Rückstand auf Steffen Jung, das hat für Ernüchterung gesorgt. Das zweite freie Training war ein Desaster. Es hatte leicht geregnet und die Streckenverhältnisse schwierig. In der 3. Runde bin ich ansatzlos in der schnellen Tripple-Kurve abgeschmiert. Ich hatte mich zwar nicht verletzt, aber die linke Fußraste war weggerissen. Nur P6 und angeknackstes Vertrauen in die Reifen waren die Folge. Am Samstagnachmittag, pünktlich zu unserem Qualifikationstraining regnete es in Strömen. Fürs Selbstvertrauen setzte ich auf nagelneue Regenreifen und selbstverständlich hatte ich auch alle Reparaturarbeiten erledigt. Aus technischer Sicht sollte somit nichts schief gehen. Tatsächlich fühlte ich mich sehr wohl und die Regenreifen funktionierten. Gleich in meiner vierten freien Runde fuhr ich dann meine Bestzeit und diese hat für die Pole-position gereicht! Wie geil ist das denn! Sonntag um 10:35 ging es für die Ü40 ins erste Rennen. Die Strecke war zwar am abtrocknen, aber vor allem die Sandbahn war noch recht feucht. Ich entschied mich für einen Slick auf der Hinterachse, um damit auf Asphalt gut beschleunigen zu können und für einen Regenreifen auf der Vorderachse, um auf der Sandbahn vernünftig bremsen zu können. Mein Start war perfekt und ich führte das Feld an. Über das ganze Rennen hinweg fand ich aber einfach nicht meinen richtigen Rhythmus. Eike Moes war schnell an mir dran und konnte schlussendlich zur Mitte des Rennens am Ende des Offroads an mir vorbei. Bis zur vorletzten Runde auf P2 gelegen, war es dann Steffen Jung der bei den Überrundungen etwas mehr Glück hatte. Ich musste etwas länger anstehen und Steffen hat somit die Lücke geschlossen. Auf der Sandbahn hat er dann zum erfolgreichen Überholmanöver angesetzt. P3 ist zwar ein super Ergebnis, aber mit meiner Performance war ich nicht zufrieden. Das zweite Rennen startete bei strahlendem Sonnenschein um 15:25Uhr. Die Frage nach der richtigen Reifenwahl war leicht zu beantworten - Trockenreifen vorne und hinten. Die Startampel schaltete aus und wieder zog mich meine FS450 als erstes in die erste Kurve. Dieses Mal fand ich gleich von Anfang an meinen Rhythmus. Um es gleich auf den Punkt zu bringen: ohne große Zwischenfälle fuhr ich einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Das war ein richtig tolles Rennen für mich! Punktegleich mit Eike Moes geht’s für mich nun als Meisterschaftsführender in die nächste Runde. Schon am 11.05. geht’s auf das Flugplatzgelände nach Großenhain. Hoffentlich kann ich hier ähnlich gut punkten.

    Grüße #28 HAUBI
    Vielen Dank an Speedjunkee Racepics und Silke für die Fotos



    Supermoto IDM: Finale in Schaafheim

    Am 29./30. September wurde das Finale der „internationalen deutschen Supermoto Meisterschaft“ ausgetragen. Der Odenwaldring in Schaafheim wurde am Wochenende zuvor von einem ordentlichen Sturm überrascht. Der ortsansässige Motorsportclub Wartturm hat aber, pünktlich zum Rennwochenende, alles wieder in Ordnung bringen können. Sehr gut hat mir der etwas anders gestaltete Offroad gefallen. Vielen Dank für euren Einsatz!
    Alle Protagonisten der Ü40-Klasse waren gekommen, um sich im letzten Rennen dieses Jahres nochmal zu messen – die Klasse war mit 34 Startern voll besetzt.
    Belohnt wurden wir mit den allerbesten Wetterbedingungen, denn das ganze Wochenende konnten wir bei strahlendem Sonnenschein genießen.
    Eigentlich liegt mir die enge Kartbahn des Odenwaldringes überhaupt nicht und mein Ziel am Wochenende war ausschließlich den dritten Meisterschaftsplatz zu verteidigen. Doch dieses Mal lief es unerwartet anders.
    Zum ersten freien Training am Samstag um 8:20Uhr war der Grip auf dem Asphalt noch gar nichts. Ich fühlte mich wie der erste Mensch auf dem Motorrad und hatte mir den Blick auf die Zeitentabelle gespart. Das zweite freie Training um 11:30Uhr fühlte sich schon deutlich besser an und dann musste ich auch wissen wo ich eigentlich stehe.
    Voller Erstaunen hatte ich in beiden Trainingseinheiten die Bestzeit geholt. Im Ersten sogar mit einem Abstand von einer Sekunde. Mir wurde klar, umso besser die Gripverhältnisse werden, umso besser konnten meine Gegner ihren Speed umsetzen.
    Um 14Uhr startete unser Zeittraining. Die Sonne hat zwischenzeitlich den Asphalt gut aufgeheizt, sodass der Grip nun hervorragend war. Gut für die einen, schlecht für die anderen. Dennoch, ich war zufrieden. Ich hatte die drittbeste Zeit geschafft und stand in Reihe 1 hinter Steffen Jung und Eike Moes.
    Den vierten Platz hat der Gaststarter Manolito Welink erreicht. Manolito ist kein ungeschriebenes Blatt im Supermoto. Er fuhr vor 10 Jahren noch aktiv und holte sich auch schon mal den deutschen Vizetitel nach Hause. Auch den einen oder anderen WM-Lauf konnte er schon unter den besten 10 beenden. Hier in Schaafheim startete er mit einer Husqvarna 701. Beachtlich, was man mit so einem Motorrad auf der Rennstrecke erreichen kann.
    Noch am Samstag um 16:55Uhr ging es dann an den Start für die Ü40er. Steffen konnte den Start für sich entscheiden und von rechts zog die 701 mit ihrer brachialen Leistung an mir vorbei. Die Reihenfolge hat sich zwar geändert, doch ich konnte meinen dritten Startplatz behaupten. Ich war direkt am Hinterrad von Manolito und er wiederum am Hinterrad von Steffen. Viele Runden fuhren wir im dreier Pulk, wobei Steffen und Manolito im Offroad einen leichten Vorteil hatten und ich immer wieder auf dem Asphalt die kleine Lücke schließen konnte. Dann zur Mitte des Rennens sprang Steffen den ersten Table etwas zu kurz und es fehlte Schwung für den zweiten Table. Manolito fackelte nicht lange, setzte sich daneben und überholte. Das war dann auch die Reihenfolge für den Zieleinlauf. Hinter mir fuhr Eike auf Platz 4 ins Ziel. Da Gaststarter nicht punkteberechtigt für die Meisterschaft sind, war das mit 22 Punkten eine fette Ausbeute für mich.
    Am Sonntag um 13:40 ging es dann zum zweiten Lauf des Wochenendes an den Start. Dank der eingebauten Startautomatik der FS450 startete ich perfekt. Ich holte mir den Holeshot und wurde von Manolito verfolgt. Ein paar Runden konnte ich dem Druck standhalten, musst