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    Rennberichte von Nico Haubensack

    Supermoto IDM 2019: Finale in Harsewinkel


    Schon wieder ist ein Supermotojahr vorbei. Das Finale der „Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft“ hat am 28./29. September in Harsewinkel stattgefunden. Das Emstalstation, mit seiner langen Sandbahn, wurde bereits zum Saisonstart von uns besucht. Ich freute mich darauf, denn generell liegt mir die Strecke ganz gut. Das Sandbahnoval wird normalerweise von den Kollegen vom Speedway unter die Räder genommen. Aber mit der Kartstrecke in der Mitte, einem Sprung und der Hälfte der Sandbahn ist es genial für Supermotorennen geeignet.

    Man sollte es nicht glauben, aber auch an diesem Wochenende hat es häufig geregnet. Von insgesamt sieben Rennwochenenden waren gerade mal zwei trocken. Auch die Temperaturen waren alles andere als angenehm. Aber es trifft jeden Fahrer gleich und alle kämpfen mit den gleichen Bedingungen. Insgesamt waren 31 Fahrer in der Ü40-Klasse am Start.

    In der Nacht auf Samstag war alles noch schön trocken und alle hofften es würde so bleiben. Aber natürlich war es nicht so. Pünktlich, eine Stunde vor dem ersten freien Training begann es zu regnen. Wir bauten unsere Motorräder für die nassen Bedingungen um und kleideten uns entsprechend. Dieses Training konnte ich auf P2 abschließen. Im zweiten freien Training hatte es dann nicht mehr geregnet. Dennoch war die Strecke noch feucht und die Regenräder immer noch die richtige Wahl. Zum Schluss landete ich wieder auf P2 und war sehr zufrieden.

    Das Zeittraining startete um 15 Uhr. Mittlerweile war der Asphalt trocken. Aber die Sandbahn war immer noch komplett nass. Die Gruppen vor uns zogen außerdem den Schmutz auf den Asphalt. Ich war mir nicht sicher, ob ich auf Slicks oder Regenreifen raus sollte. Schlussendlich entschied ich mich aber für die sichere Variante und fuhr das Zeittraining komplett auf Regenreifen. Das war die richtige Wahl, denn ich konnte mir den zweiten Startplatz für die Rennen herausfahren.

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte es wieder geregnet. Es hatte in den frühen Morgenstunden zwar aufgehört und der Asphalt war bald wieder trocken. Doch die Sandbahn war zu unserem Start ins erste Rennen um 10:40Uhr immer noch komplett nass. Das Risiko auf Slicks zu fahren, war zu groß und ich fuhr auf Regenreifen an den Start. Mein Start war perfekt! Ich holte mir den Holeshot und bog als erster in die erste Kurve ein, gefolgt von Steffen Jung und Eike Moes. Das halbe Rennen konnte ich auch alle Angriffe gut abwehren und hatte die Jungs im Griff. Doch leider ist mir dann ein Fehler passiert. Ich traf die Kurve auf die Sandbahn nicht und konnte nicht sauber beschleunigen. Steffen konnte sich neben mich setzen und besser beschleunigen. Im Parallelflug ging es durch die Sandbahn bis zum Ausgang und da hatte Steffen dann die bessere Linie und war durch. Ich konnte ihm gut folgen, doch bekam auch schon wieder von Eike Besuch. Der hatte es dann schlussendlich in der Rechtskurve nach dem Offroad geschafft mich zu überrumpeln. Ich hatte überall einen Angriff erwartet, doch nicht an dieser sehr rutschigen Stelle. In diesem Dreierpulk fuhren wir das Rennen dann zu Ende. Platz 3 war für mich in Ordnung.

    Die Wettervorhersage für unser zweites Rennen wollte es nicht gut mit uns meinen. Speziell mein hinterer Regenreifen hatte ich im ersten Rennen ordentlich abgefahren und ich war auf der Suche nach einem neuen. Doch der Reifendealer war bereits ausverkauft und hatte keine Regenreifen mehr im Angebot. Also mussten die alten Reifen nochmal herhalten. Bei strömenden Regen startete um 16:00 Uhr unser zweites Rennen. Ich konnte wieder als erstes in die erste Kurve abbiegen. Aber ich kämpfte mit stumpfen Waffen. Speziell beim Beschleunigen aus den Kurven rutschte ständig das Hinterrad. Ich wollte aber keinen Sturz riskieren und fuhr auf Nummer sicher. Bald schon konnten Marcus Alden und Gunnar Harsing an mir vorbeiziehen. Wieder auf P3 konnte ich das Rennen beenden.

    Die Saison ist nun vorbei und im Gesamtklassement stehe ich wie letztes Jahr auf einem guten dritten Platz mit dem ich voll und ganz zufrieden bin. Die Winterpause werde ich nun für die Vorbereitung des nächsten Jahres nutzen, um dann wieder mit vollem Elan euch berichten zu können.

    Bis bald…. #28 HAUBI


    Supermoto IDM 2019: Rutschpartie in Cheb

    Bereits zum 6. Mal in diesem Jahr traf sich am 7./8.September die Supermotoelite der internationalen deutschen Supermotomeisterschaft. Dafür ging es nach Tschechien zur Kartarena in Cheb.

    Der Asphalt ist dort etwas speziell und bietet, auch durch den Gummiabrieb der Karts, sehr wenig Grip. Das wird noch verschärft, sobald es nass wird und ein Grenzbereich ist dann quasi nicht vorhanden. Dafür ist der Offroad super. Dieser wurde verändert und besteht nun aus mehreren Tables, Doubles und Anliegern.

    Wie schon so oft in diesem Jahr, hat das Wetter auch dieses Wochenende nicht so richtig mitgespielt. Am Samstagvormittag war es regnerisch und der Dreck aus dem Offroad wurde weit auf die Kartbahn getragen. Außerdem war es das ganze Woche sehr kühl. Erst am Sonntagnachmittag wurden die Bedingungen etwas besser. Sehr untypisch, die Klasse der Ü40 war dieses Mal mit nur 25 Fahrern am Start. Doch an der Spitze hat sich nicht viel getan, meine direkten Kontrahenten waren alle mit dabei.

    Am Samstag um kurz vor 9 Uhr, bei strömendem Regen, startete unser erstes freies Training. Die rutschigen Verhältnisse wurden mir in Runde 5 zum Verhängnis. Beim Beschleunigen aus der Kurve überholte mich ansatzlos das Hinterrad und ich lag da. Es ist glücklicherweise nicht viel passiert, aber es war klar, ein Grenzbereich ist hier nicht zu spüren. Sobald man ins Rutschen gerät, hat man kaum eine Chance dieses wieder abzufangen und es endet meist sehr schnell mit einem Sturz. Dennoch konnte ich auf P3 abschließen. Auch das zweite freie Training wurde bei regnerischen Bedingungen abgehalten. Ich konnte mich etwas steigern und holte mir P2. Leider ist es mir aber wieder passiert; ansatzlos verlor ich beim Beschleunigen das Hinterrad. Wieder ist nicht viel passiert, aber man fährt dann nicht mehr wirklich frei.

    Das Zeittraining startete um 15 Uhr. Zwar hat es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geregnet, doch die Piste war immer noch nass und die Bedingungen immer noch schwierig. Für mich lief das Training ganz und gar nicht nach meinen Vorstellungen. Ich erhoffte mir einen Platz aus der ersten Startreihe. Runde für Runde versuchte ich meine Zeit zu verbessern, doch die Anzeige zeigte mich wechselnd auf P4, P5 und P6. Dann in der letzten möglichen Runde wollte ich nochmal so richtig einen raushauen. Aber das einzige was ich geschafft hatte, war schon wieder ein Sturz. Dieses Mal hatte ich mir die linke Hand schmerzhaft geprellt. Das Ergebnis war ein enttäuschender P5 und ein Start in die Rennen aus der zweiten Startreihe. Das war mir dieses Jahr noch nicht passiert.

    Noch am Samstagabend um 18 Uhr starteten wir ins erste Rennen. Ich war froh, dass meine angeschwollene Hand noch gerade so in meinen Handschuh passte. Die Piste war mittlerweile getrocknet, aber immer noch sehr schmutzig und es war speziell in den ersten Kurven nach dem Offroad nur eine Linie schneller befahrbar. Mein Start war ganz in Ordnung und ich konnte eine Position gut machen. In Runde drei konnte sich Christof Bartsch im Offroad an mir vorbeidrücken. Ebenfalls im Offroad konnte ich aber dann auch wieder eine Position gut machen und dort in Runde 6 Gerd Gotschy überhohlen. P4 war das Ergebnis.

    Aufgrund der Schmerzen in der Hand und die Angst nochmal darauf zu stürzen, verzichtete ich auf das WarmUp am Sonntag in der Früh. Klar aber, um 14 Uhr stand ich dann wieder am Start. Ich startete super und konnte von P5 auf P2 vorfahren. Doch meine Pace war nicht gut und ich konnte mit dem führenden Steffen Jung nicht mithalten. P2 konnte ich mehrere Runden halten, doch dann wurde der Druck zu hoch. Erst überholte mich Christof und ein paar Runden später ging auch Eike Moes an mir vorbei. Im letzten Renndrittel fiel Christof dann mit einem technischen Problem zurück und ich nahm dankend P3 an und konnte diesen dann auch nach Hause fahren.

    Das war ein sehr schwieriges Wochenende für mich und ich habe noch das bestmöglichste herausgeholt, auch wenn ich nicht zufrieden bin. Ende September ist nun bereits das Finale in Harsewinkel und ich werde euch von dort wie immer berichten. Drückt mir die Daumen.

    Grüße #28 HAUBI


    Supermoto IDM 2019: Supermoto in Oschersleben

    Schon eine Woche nach Schaafheim, traf sich der gesamte Supermototross wieder in Oschersleben. Am 13./14. Juli besuchten wir das Bundesland Sachsen-Anhalt, um dort in der Motorsport Arena Oschersleben die Reifen glühen zu lassen. Die Kartstrecke wird dort mit einem eigens für Supermoto angelegtem Offroad kombiniert und es macht riesig Spaß dort zu fahren.
    Wenn es auch teilweise etwas anders ausgeschaut hatte, so hat das Wetter das ganze Wochenende doch mitgespielt. Am Samstag war es noch recht stark bewölkt und die Temperaturen moderat. Während am Sonntag kaum Wolken am Himmel waren und die Sonne uns ordentlich ins Schwitzen gebracht hatte.
    Die Klasse der Ü40 war dieses Mal mit 33 Fahren nicht voll belegt, drei Fahrer fehlten. Meine direkten Kontrahenten waren aber am Start und so fanden sich unter den Top 5 die üblichen Verdächtigen.
    Das erste freie Training startete für uns um halb zehn und ich konnte mich auf P3 festsetzen. Das zweite freie Training startete um 11:50 Uhr und ich merkte, dass irgendetwas nicht passte. Die vordere Bremse wurde zu heiß und dabei wanderte mein Druckpunkt. Beim Anbremsen nach den langen Geraden war mir immer etwas mulmig und ich hatte die Angst, dass meine Bremse völlig versagen würde. Das blieb glücklicherweise aus und ich beendete die Session schlussendlich auf P4.
    In der Pause kümmerte ich mich dann um meine Bremse. Nach kurzer Beratung mit dem Rennservice vor Ort, reinigte ich die Bremskolben der Bremszange, wechselte die Bremsbeläge und die Bremsflüssigkeit.
    Außerdem veränderte ich noch die Einstellung am Federbein, um noch etwas mehr Grip am Hinterrad zu finden.
    Das Zeittraining startete dann pünktlich um 15:15 Uhr. Ich merkte schnell, dass die Fahrwerkseinstellung positiv waren. Auch die Bremse funktionierte gut und ich hatte keine Probleme. In der 7ten Runde fuhr ich meine Bestzeit und setzte mich auf Position 2 fest. Eike Moes schaffte es dann noch in seiner allerletzten Runde meine Zeit um 7 Hundertstel zu unterbieten. Das war für mich zwar etwas ärgerlich, aber P3 und somit der Start aus der ersten Reihe ist völlig in Ordnung.
    Das erste Rennen am Sonntag startete für uns um 10:50 Uhr. Unerwartet schnell schaltete die Startampel aus und ich verpennte den Start. Glücklicherweise ging das nicht nur mir so, sondern auch die zweite Reihe startete langsam. Nach den ersten Kurven fand ich mich auf der Position 3 hinter Steffen Jung und Eike wieder. Ich konnte das ganze Rennen etwas Druck auf Eike ausüben. Aber er ist schon lange im Geschäft und hat keinen Fehler gemacht. 20 Punkte für P3 im ersten Durchlauf war die Ausbeute.
    Am Nachmittag um 16 Uhr dann erfolgte der Start ins zweite Rennen. Mein Ziel war es, irgendwie den zweiten Platz einzufahren, um nicht zu weit in der Meisterschaft ins Hintertreffen zu geraten. Aber das zweite Race war eine Kopie des ersten. Wieder gelang mir kein vernünftiger Start und wieder befand ich mich hinter Steffen und Eike auf P3. Das ganze Rennen befand ich mich direkt hinter Eike, aber Überholen ist in Oschersleben schwierig. So kam es, dass ich nochmal 20 Punkte für den dritten Platz bekommen habe.
    In der Meisterschaft liege ich nun auf dem dritten Gesamtrang und es fehlen gerade mal 5 Punkte, um auf den zweiten Platz zu kommen. Es sind noch zwei Stationen im Rennkalender und somit ist noch alles offen. Wie gewohnt werde ich von der nächsten Veranstaltung aus Cheb berichten.

    Grüße #28 HAUBI


    Supermoto IDM 2019: Das „Fahrwerk“ in Schaafheim

    Nach ein paar Wochen Pause führte es die Protagonistin der Internationalen Deutschen Supermotomeisterschaft am 06./07. Juli nach Hessen auf die Kartbahn „Fahrwerk“ in Schaafheim. In Schaafheim sind 36 Starter pro Klasse zugelassen. Wie üblich war das Starterfeld der Ü40er randvoll. Am Samstag zeigt sich der Sommer von seiner brutal heißen Seite. In den Lederkombis und unter den Helmen wurde es kuschelig warm. Um 8:40Uhr ging es dann für uns raus, ins erste freie Training. Leider musste dieses recht schnell abgebrochen werden. Ein Pilot stürzte im Offroad und musste von den Sanitätern geborgen und ins Krankenhaus gebracht werden. Auf diesem Weg wünsche ich ihm eine ganz schnelle und gute Genesung! Das zweite freie Training brachte dann etwas kühlenden Fahrtwind in den Helm. Die Endplatzierung war mit P4 ganz OK, doch es fehlten 2 Sekunden auf die Spitze. Nachdem ich letztes Jahr hier gewinnen konnte, brachte mich das ins Grübeln. Ein paar Anpassungen am Motorrad machten es dann zum Zeittraining etwas besser. Ich verkürzte meinen Abstand zur Spitze auf 1,6 Sekunden. Allerdings konnte ich den Startplatz nicht verbessern. Auf P3 fehlten gerade mal eine Zehntel. Aber mit P4 war ich zufrieden, denn ich sicherte mir einen Startplatz aus der ersten Reihe und das ist das oberste Ziel gewesen. War es am Samstag nach meinem Geschmack noch viel zu heiß, hoffte ich dennoch nicht auf das, was uns am Sonntag erwartete. Das erste Rennen startete für uns am Sonntag um 10:35Uhr bei strömendem Regen und verwandelte die Strecke in eine einzige Rutschbahn. Speziell der Offroad erinnerte nach ein paar Runden eher an ein schwerbefahrbares Enduro Gelände, statt an einen Supermoto-Racetrack. Ich hatte einen sehr guten Start und konnte gleich auf P2 vorfahren. Steffen Jung setzte sich aber immer weiter ab und war für mich nicht zu erreichen. Stattdessen musste ich den heraneilenden Gunnar Harsing versuchen abzuwehren. Gunnar erhöhte den Druck und schaffte es schlussendlich im Offroad an mir vorbei. Mit P3 im Endergebnis bin ich aber sehr zufrieden. Kurz vor vier starteten wir dann in das zweite Rennen. Das Wetter war mittlerweile wieder sonnig und die Strecke wieder abgetrocknet. Der Bahndienst hatte sogar den Offroad wieder perfekt befahrbar gemacht. Wieder konnte ich einen super Start hinlegen. Zwar war es wieder Steffen der sich den Holeshot holte aber ich reihte mich wieder direkt dahinter ein. Das halbe Rennen lief für mich perfekt. Zwar war ich nie in der Lage Steffen wirklich anzugreifen, doch er war immer in Sichtweite und nach hinten hatte sich eine Lücke aufgetan. Ich fühlte mich sehr wohl auf dem Motorrad, doch ich habe übertrieben. In der Linkskurve nach der Start-Ziel-Geraden verlor ich mein Vorderrad und stürzte. Ich konnte das Rennen hinter Ingo Ruh auf P6 wieder aufnehmen. Meine Pace war zwar schneller, doch Ingo kann sich breit wie ein Laster machen. Ich fand leider keinen Weg an ihm vorbei und beendete das Rennen auf P6. Glücklicherweise trug ich keine stärkeren körperlichen Blessuren davon, aber ich bin natürlich enttäuscht. Es hätte durchaus P2 werden können. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen. Schon nächstes Wochenende geht es nach Oschersleben. Drückt mir die Daumen.

    Grüße #28 HAUBI


    Supermoto IDM 2019: St.Wendel wird volljährig

    Unser dritter Stopp führte uns zum Stadtkurs in St.Wendel. Bereits zum 18. Mal war die Stadt Gastgeber der Internationalen Deutschen Supermotomeisterschaft. Die Volljährigkeit feierte die Stadt mit freiem Eintritt für alle Besucher. Das bescherte uns ca. 10.000 Zuschauer. Bei dieser Menge an jubelnden Fans macht es gleich doppelt so viel Spaß.
    Das erst Mal in diesem Jahr hätten die Piloten alle ihre Regenreifen zu Hause lassen können. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite, denn bei sommerlichen Temperaturen war es das ganze Wochenende trocken.
    Maximal 34 Starter sind für die Rennen in St. Wendel zugelassen. Wie gewohnt war das Feld bei den Ü40 voll. Nach dem tragischen Unglück vor zwei Jahren wurde die Strecke das zweite Mal überarbeitet und etwas angepasst. Mit dem Ziel die Geschwindigkeit zur Offroadeinfahrt zu reduzieren, wurde dort ein sehr steiler Sprung mit einer harten Landung platziert. Für alle war das erst sehr ungewohnt und für Supermoto untypisch. Doch das Ziel wurde erreicht und irgendwie Spaß hat es dann doch gemacht.
    Schon im ersten freien Training war ich gut mit von der Partie und konnte mir die drittbeste Zeit erfahren. Ich konnte meine Rundenzeit im zweiten freien Training um 1,7 Sec unterbieten, rutschte aber dennoch auf P4 ab.
    Um 15Uhr startete das Zeittraining. Ich konnte gleich in Runde 4 meine beste Zeit fahren. Rundenlang erfreute ich mich beim Blick auf die Zeittafel, denn ich wurde die ganze Zeit als schnellster Fahrer gelistet. Ich versuchte meine Zeit noch zu verbessern, doch durch den vielen Verkehr fand ich einfach keine freie Runde mehr. Ich hoffte, dass es den anderen ebenfalls so erging. Aber erst war es Eike Moes und dann auch Steffen Jung, die es schlussendlich doch noch geschafft hatten sich vor mir zu platzieren.
    Recht spät am Samstagabend um 19:40Uhr starteten wir dann in unser erstes Rennen. Irgendwie war ich nicht ganz bei der Sache und ich zuckte etwas später als Steffen, der den Start für sich entscheiden konnte. Das halbe Rennen konnte ich auf P2 liegend ihm auch ganz gut folgen, wirklich gefährden konnte ich ihn allerdings nicht. Zum Schluss konnte Christof Bartsch auch noch etwas auf mich aufschließen. Aber den zweiten Platz gab ich nicht mehr her. Mit diesem Ergebnis war ich sehr zufrieden.
    Am Sonntag zur Mittagszeit wurde dann unser zweites Rennen gestartet. Ich konzentrierte mich auf den Start und kam auch super vom Fleck. Doch auch Steffen war hervorragend gestartet. In der ersten Kurve war es dann sehr knapp und wir berührten uns und ich musste etwas weit fahren. Er hatte somit den Start schon wiedergewonnen und ich konnte wieder auf den zweiten Platz vorfahren. Doch meine Freude hielt nicht sehr lange. Mein Motorrad war speziell im Offroad komisch zu fahren. Gleich in der ersten Runde, in der zweiten Kurve des Offroads ging Gunnar Harsing an mir vorbei. In der nächsten Durchfahrt des Offroads wieder das gleiche komische Gefühl. Das Moped wollte einfach nicht sauber durch die Anlieger fahren und es war schwer die Linien richtig zu treffen. Nachdem wieder im Offroad erst Eike und dann auch Christof an mir vorbei gingen, fand ich heraus was das Problem war und leider konnte ich es nicht beheben: der Starthaken hatte sich nicht gelöst und ich fuhr mit ca. 10cm weniger Federweg und tiefer gelegter Front weiter. Ich hoffte irgendwie den P5 zu halten und den heraneilenden Lutz Höllig hinter mir zu halten. Pech hatten dann auch vor mir Gunnar und Christof. Im letzten Anlieger hat Gunnar die Situation falsch eingeschätzt und musste zu Boden. Christof hatte keine Chance mehr auszuweichen und stürzte über dessen Motorrad. Ich hatte Glück und konnte mit Lutz an beiden vorbeifahren. Dann waren es nur noch zwei Runden, die ich irgendwie überstehen musste und es gelang mir. P3 mit viel Glück im Unglück war das Ergebnis.

    St. Wendel war ein spitzen Wochenende und ist für Fahrer und Zuschauer immer eine Reise wert. In der Meisterschaft stehe ich nun auf der dritten Position und abzüglich eines Streichergebnisses sogar auf dem zweiten Rang. So kann es gerne weiter gehen. Nach einer kleineren Pause geht es am 06./07.07. auf die Kartbahn nach Schaafheim. Vielleicht kommt der ein oder andere zu Besuch! Wir sehen uns.

    Grüße #28 HAUBI

    Vielen Dank an Silke und Klaus für die Fotos



    Supermoto IDM 2019: Flugplatzshow in Großenhain

    Zur zweiten Station im Rennkalender war die Supermoto IDM zu Gast in Großenhain. Für dieses Event am 11./12. Mai hat der ortsansässige Verein sein bestes gegeben, um die Strecke vorzubereiten. Die Jungs hatten auch während des Wochenendes einiges zu tun. Wie auch schon vor zwei Wochen in Harsewinkel zeigte sich das Wetter sehr durchwachsen. Besonders der Samstag war sehr nass und kalt. Am Sonntag klarte es dann auf und sorgte auch bei den Zuschauern für eine gute Stimmung. 34 Piloten der Klasse Ü40 fanden den Weg in das sächsische Großenhain und zeigten mit dem voll besetzen Starterfeld, was auch noch in höherem Alter möglich ist. Noch unter trockenen Bedingungen starteten wir am Samstagvormittag ins erste freie Training. Das Training dient dazu, sich mit der Strecke vertraut zu machen. Ich konzentrierte mich auf eine gute Linie, um immer mit viel Schwung auf die sehr langen Geraden zu fahren. P4 unter trockenen Bedingungen waren das Ergebnis. Für mich noch nicht befriedigend. Zum zweiten freien Training hat es bei uns dann so richtig geregnet. Wir wurden somit auf Regenreifen gebeten, das Tänzchen mit dem Motorrad zu wagen. Das ist mir sehr gut gelungen und ich fuhr den ersten Platz dabei raus. Schlussendlich wird es aber erst richtig wichtig im Zeittraining. Ich hoffte insgeheim, dass es wieder so richtig regnen würde, denn scheinbar komme ich unter diesen Bedingungen am besten zu recht. Um 15 Uhr regnete es aber nicht mehr, doch der Track war noch komplett nass. Für alle sind diese Verhältnisse am schwierigsten. Der Schlamm aus dem Offroad trägt sich auf den Asphalt hinaus und wird dort aber nicht mehr vom Regen weggespült. Die Fahrbahn ist dann rutschig wie Schmierseife. Das halbe Quali konnte ich die Meute anführen. Dann war es Steffen Jung der in Runde 8 mir eine Sekunde aufs Auge drückte. Dem nicht genug hatte er Eike Moes im Schlepptau der im Windschatten ebenfalls schneller fahren konnte als ich. Doch es gibt schlimmeres als von P3 aus der ersten Startreihe in die Rennen zu starten. Noch am Samstagabend kurz nach 19Uhr wurde unser erstes Rennen dann gestartet. Die Bedingungen waren ähnlich schwierig wie im Zeittraining. Onroad gab es quasi nur eine trockene Fahrspur, der komplette Offroad war ein einziges Matschloch und außerdem wurde es bereits dunkel. Das alles hielt mich aber nicht ab und ich holte mir den Holeshot. Mal mehr oder weniger gut, bzw. mehr oder weniger sicher auf dem Moped, spulte ich meine Runden ab. Steffen hat sich aber nicht abschütteln lassen und war stets in Schlagdistanz. Zur Mitte des Rennens konnte er dann in der Kurve vor dem Offroad the winning-over-take setzen. Mit P2 bin ich sehr zufrieden. Am Sonntag waren dann die Wetterbedingungen endlich gut. Der Offroad wurde sauber präpariert und der Asphalt war trocken. Doch leider ist mein zweiter Lauf schnell erzählt. Dank der eingebauten Startautomatik, holte ich mir wieder den Holeshot! Doch bereits in der zweiten Runde beendete ein Platten am Hinterrad meine Ambitionen auf den Rennsieg. Wirklich sehr ärgerlich – but that‘s racing.

    Grüße #28 HAUBI

    Vielen Dank an Silke für die Fotos



    Supermoto IDM 2019: Auftakt auf der Sandbahn in Harsewinkel

    Der Winter war lang und endlich ging es los. Am 27./28. April startete die internationale Deutsche SuperMoto Meisterschaft Emstalstadion in Harsewinkel. Das Emstalstadion ist ursprünglich für Sandbahnrennen konzipiert. Aber bestückt mit einer Kartbahn im Infield ist es das perfekte Eldorado für Supermoto. Die Hälfte des Sandbahn-Ovals und beinahe die komplette Kartstrecke wird je nach Klasse in einem Rennen ca. 13- bis 17-mal unter die Räder genommen. Die Wetterbedingungen waren das ganze Wochenende sehr durchwachsen. Sonnenschein, starke Bewölkung, Nieselregen und auch Starkregen – alles war geboten. Für uns Fahrer und auch die Mechaniker bedeutet das Stress. Ständig mussten Fahrwerkseinstellungen angepasst und zwischen Trocken- und Regenreifen gewechselt werden. Wie gewohnt war auch dieses Mal das Fahrerfeld der Ü40 Klasse mit 34 Piloten voll besetzt. Sechs neue Piloten fanden den Weg zu uns und deren Leistung konnte noch nicht richtig eingeschätzt werden. Dennoch erhoffte ich mir eine Top 3 Platzierung am Ende des Tages. Das erste freie Training wurde im Trockenen gefahren. Das ist für mich super gelaufen und ich war erstaunt, denn ich fand mich auf P2 wieder. Allerdings mit über einer Sekunde Rückstand auf Steffen Jung, das hat für Ernüchterung gesorgt. Das zweite freie Training war ein Desaster. Es hatte leicht geregnet und die Streckenverhältnisse schwierig. In der 3. Runde bin ich ansatzlos in der schnellen Tripple-Kurve abgeschmiert. Ich hatte mich zwar nicht verletzt, aber die linke Fußraste war weggerissen. Nur P6 und angeknackstes Vertrauen in die Reifen waren die Folge. Am Samstagnachmittag, pünktlich zu unserem Qualifikationstraining regnete es in Strömen. Fürs Selbstvertrauen setzte ich auf nagelneue Regenreifen und selbstverständlich hatte ich auch alle Reparaturarbeiten erledigt. Aus technischer Sicht sollte somit nichts schief gehen. Tatsächlich fühlte ich mich sehr wohl und die Regenreifen funktionierten. Gleich in meiner vierten freien Runde fuhr ich dann meine Bestzeit und diese hat für die Pole-position gereicht! Wie geil ist das denn! Sonntag um 10:35 ging es für die Ü40 ins erste Rennen. Die Strecke war zwar am abtrocknen, aber vor allem die Sandbahn war noch recht feucht. Ich entschied mich für einen Slick auf der Hinterachse, um damit auf Asphalt gut beschleunigen zu können und für einen Regenreifen auf der Vorderachse, um auf der Sandbahn vernünftig bremsen zu können. Mein Start war perfekt und ich führte das Feld an. Über das ganze Rennen hinweg fand ich aber einfach nicht meinen richtigen Rhythmus. Eike Moes war schnell an mir dran und konnte schlussendlich zur Mitte des Rennens am Ende des Offroads an mir vorbei. Bis zur vorletzten Runde auf P2 gelegen, war es dann Steffen Jung der bei den Überrundungen etwas mehr Glück hatte. Ich musste etwas länger anstehen und Steffen hat somit die Lücke geschlossen. Auf der Sandbahn hat er dann zum erfolgreichen Überholmanöver angesetzt. P3 ist zwar ein super Ergebnis, aber mit meiner Performance war ich nicht zufrieden. Das zweite Rennen startete bei strahlendem Sonnenschein um 15:25Uhr. Die Frage nach der richtigen Reifenwahl war leicht zu beantworten - Trockenreifen vorne und hinten. Die Startampel schaltete aus und wieder zog mich meine FS450 als erstes in die erste Kurve. Dieses Mal fand ich gleich von Anfang an meinen Rhythmus. Um es gleich auf den Punkt zu bringen: ohne große Zwischenfälle fuhr ich einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Das war ein richtig tolles Rennen für mich! Punktegleich mit Eike Moes geht’s für mich nun als Meisterschaftsführender in die nächste Runde. Schon am 11.05. geht’s auf das Flugplatzgelände nach Großenhain. Hoffentlich kann ich hier ähnlich gut punkten.

    Grüße #28 HAUBI
    Vielen Dank an Speedjunkee Racepics und Silke für die Fotos



    Supermoto IDM: Finale in Schaafheim

    Am 29./30. September wurde das Finale der „internationalen deutschen Supermoto Meisterschaft“ ausgetragen. Der Odenwaldring in Schaafheim wurde am Wochenende zuvor von einem ordentlichen Sturm überrascht. Der ortsansässige Motorsportclub Wartturm hat aber, pünktlich zum Rennwochenende, alles wieder in Ordnung bringen können. Sehr gut hat mir der etwas anders gestaltete Offroad gefallen. Vielen Dank für euren Einsatz!
    Alle Protagonisten der Ü40-Klasse waren gekommen, um sich im letzten Rennen dieses Jahres nochmal zu messen – die Klasse war mit 34 Startern voll besetzt.
    Belohnt wurden wir mit den allerbesten Wetterbedingungen, denn das ganze Wochenende konnten wir bei strahlendem Sonnenschein genießen.
    Eigentlich liegt mir die enge Kartbahn des Odenwaldringes überhaupt nicht und mein Ziel am Wochenende war ausschließlich den dritten Meisterschaftsplatz zu verteidigen. Doch dieses Mal lief es unerwartet anders.
    Zum ersten freien Training am Samstag um 8:20Uhr war der Grip auf dem Asphalt noch gar nichts. Ich fühlte mich wie der erste Mensch auf dem Motorrad und hatte mir den Blick auf die Zeitentabelle gespart. Das zweite freie Training um 11:30Uhr fühlte sich schon deutlich besser an und dann musste ich auch wissen wo ich eigentlich stehe.
    Voller Erstaunen hatte ich in beiden Trainingseinheiten die Bestzeit geholt. Im Ersten sogar mit einem Abstand von einer Sekunde. Mir wurde klar, umso besser die Gripverhältnisse werden, umso besser konnten meine Gegner ihren Speed umsetzen.
    Um 14Uhr startete unser Zeittraining. Die Sonne hat zwischenzeitlich den Asphalt gut aufgeheizt, sodass der Grip nun hervorragend war. Gut für die einen, schlecht für die anderen. Dennoch, ich war zufrieden. Ich hatte die drittbeste Zeit geschafft und stand in Reihe 1 hinter Steffen Jung und Eike Moes.
    Den vierten Platz hat der Gaststarter Manolito Welink erreicht. Manolito ist kein ungeschriebenes Blatt im Supermoto. Er fuhr vor 10 Jahren noch aktiv und holte sich auch schon mal den deutschen Vizetitel nach Hause. Auch den einen oder anderen WM-Lauf konnte er schon unter den besten 10 beenden. Hier in Schaafheim startete er mit einer Husqvarna 701. Beachtlich, was man mit so einem Motorrad auf der Rennstrecke erreichen kann.
    Noch am Samstag um 16:55Uhr ging es dann an den Start für die Ü40er. Steffen konnte den Start für sich entscheiden und von rechts zog die 701 mit ihrer brachialen Leistung an mir vorbei. Die Reihenfolge hat sich zwar geändert, doch ich konnte meinen dritten Startplatz behaupten. Ich war direkt am Hinterrad von Manolito und er wiederum am Hinterrad von Steffen. Viele Runden fuhren wir im dreier Pulk, wobei Steffen und Manolito im Offroad einen leichten Vorteil hatten und ich immer wieder auf dem Asphalt die kleine Lücke schließen konnte. Dann zur Mitte des Rennens sprang Steffen den ersten Table etwas zu kurz und es fehlte Schwung für den zweiten Table. Manolito fackelte nicht lange, setzte sich daneben und überholte. Das war dann auch die Reihenfolge für den Zieleinlauf. Hinter mir fuhr Eike auf Platz 4 ins Ziel. Da Gaststarter nicht punkteberechtigt für die Meisterschaft sind, war das mit 22 Punkten eine fette Ausbeute für mich.
    Am Sonntag um 13:40 ging es dann zum zweiten Lauf des Wochenendes an den Start. Dank der eingebauten Startautomatik der FS450 startete ich perfekt. Ich holte mir den Holeshot und wurde von Manolito verfolgt. Ein paar Runden konnte ich dem Druck standhalten, musste mich dann aber im Offroad irgendwann geschlagen geben. Aber er war für die Meisterschaft nicht mein direkter Gegner und somit konnte ich ihn ziehen lassen. Eike und Steffen lauerten aber bereits dahinter. Drei Runden vor Schluss versuchte Eike dann in der Linkskurve zum ersten Table außen an mir vorbeizukommen. Wir touchierten uns, ich konnte meine Position halten und Eike aber wurde von Steffen überholt. Steffen versuchte es zwei Runden später an derselben Stelle, war aber ebenfalls nicht erfolgreich. Somit wurde ich zweiter, aber holte mir die Meisterschaftspunkte (25 Punkte) und den Pokal für den ersten Platz!
    Den dritten Meisterschaftsplatz konnte ich am Wochenende behaupten. Ich konnte sogar noch einige Punkte aufholen und schlussendlich fehlten gerade mal 13 Punkte auf P2.
    Es war meine erste Meisterschaft bei den Jungs und Mädels im Ü40-Cup. Ich muss sagen, der Ehrgeiz ist in diesem Alter noch nicht verflogen und alle ziehen ordentlich am Gas. Ich konnte harte, aber immer faire Fights erleben - immer waren es geile Rennen!
    Ich bedanke mich bei allen die mich unterstützt haben. Allen voran und der allergrößte Dank geht an meine Familie, die mich in diesem Jahr sehr oft entbehren musste. Auch ein besonderer Dank geht an die Firma Limbächer, die mich gesponsert hat.
    Die internationale deutsche Supermotomeisterschaft steht zurzeit auf wackeligen Füßen. Den bisherigen Promotern (ADAC Saarland e.V. und ADAC Hessen-Thüringen e.V.) fehlen die Gelder zur nötigen Finanzierung für nächstes Jahr. Bisher ist noch nicht klar, wer die Meisterschaft durchführen wird. Es ist gerade viel in Bewegung und einiges im Umbruch. Sollten nächstes Jahr wieder die Ü40er mit einer eigenen Meisterschaftswertung am Start sein, dann würde ich mich freuen euch darüber zu berichten. Aber wie auch immer, ihr hört auf jeden Fall von mir.

    Grüße #28 HAUBI


    Supermoto IDM in Oschersleben in der Motorsportarena

    Die Klasse Ü40 gastierte zur vierten Runde der internationalen deutschen SuperMoto Meisterschaft am 14./15. Juli in Oschersleben. Das Rennen wurde auf der Kartbahn der Motorsport Arena Oschersleben ausgetragen. Für mich und viele der anderen Piloten war das eine neue Strecke, denn erstmals seit über zehn Jahren wurde dort wieder ein Supermotorennen ausgetragen.

    Am ganzen Rennwochenende zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Bei Temperaturen von über 30°C wurden Fahrer und Material an ihre Grenzen gebracht. Für alle war klar, an Trockenreifen kommt hier keiner vorbei. Allerdings gingen die Meinungen auseinander bei der Auswahl der Mischungshärte – harter oder weicher Slick? Bei mir funktionierte es am ganzen Wochenende am besten mit einem weichen Slick vorne und einem harten am Hinterrad.

    Ich hatte beinahe von Anfang an ein sehr gutes Gefühl fürs Motorrad und richtig viel Spaß auf der Strecke mit meiner FS450. Zwar musste ich mich noch zum ersten freien Training mit einem Abstand von 2,7Sec mit dem dritten Platz begnügen, doch im zweiten freien Training konnte ich mir den ersten Platz sichern.
    Zum Zeittraining konnte ich meine bisherige beste Rundenzeit sogar noch um über eine Sekunde auf eine 1:10.778 verbessern und holte mir damit die Pole-Position vor Eike Moes, Christof Bartsch und Phil Gee.

    Noch am Samstag um 17:25 Uhr startete unser erstes Rennen. Ich konnte meine Pole hervorragend umsetzen und holte mir den Holeshot. Doch auch Moes hatte einen guten Start und klebte an meinem Hinterrad. Im Parallelflug spulten wir eine Runde nach der anderen ab. Moes konnte aber den Druck erhöhen und kurz vor Rennende passierte mir dann ein Fehler. Eingangs Offroad verbremste ich mich und Eike erbte die ersten Position. Ich konnte leider die Lücke bis zum Rennende nicht mehr schließen. Doch mit dem zweiten Platz war ich mehr als zufrieden.

    Der Sonntag begann mit dem WarmUp aller Klassen und ich hatte Probleme beim Herausbeschleunigen auf die lange links Kurve nach Start-Ziel. Das Fahrwerk tauchte immer wieder stark ein und schaukelte das Motorrad regelrecht auf. Also ab zum Fahrwerksspezialisten. Nach kurzer Analyse war klar, dass das Federbein irgendwie Luft gezogen haben musste und ein Service und frisches Öl brachten das Ganze auch wieder in Ordnung.

    Um 14:10 Uhr dann der Start in das zweite Rennen. Wieder gelang mir ein perfekter Start und ich brachte mich mit einem großen Abstand in Führung. Aus der zweiten Reihe gelang Paul Wijgaerts ebenfalls ein top Start und er fuhr auf die zweite Position. Moes startete etwas schlechter und fand sich am Start nur auf P5 wieder. Ich spulte einsam meine Runden an der Spitze. Im letzten Drittel des Rennens konnte Moes dann auf P2 vorfahren und konnte auch auf mich aufschließen. Dieses Mal blieb ich aber cool und mein zweiter Rennsieg des Jahres war perfekt! Damit holte ich mir außerdem die Tageswertung vom Rennwochenende!

    Bei besten Wetterbedingungen hat es sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon wieder auf das nächste Rennen. Leider kann ich dieses Jahr nicht in Cheb (25./26. August) dabei sein. Deshalb werde ich euch erst wieder vom Saisonfinale in Schaafheim (29./30. September) berichten.

    Grüße #28 HAUBI

    Supermoto IDM in Bilstain: Ab zu den Nachbarn

    Einmal im Jahr gibt es für die Truppe der Ü40er ein besonderes Rennen. Am Wochenende vom 30.06. und 01.07. waren wir zu Gast in Belgien, um im Rahmen der Bilstain-Masters ein Supermotorennen zu bestreiten.
    Ein besonderes Rennen ist es gleich aus mehreren Hinsichten. Anders als in der internationalen deutschen Meisterschaft wird dort gerade mal ein freies Training absolviert und das nächste Training ist gleichzeitig das Qualifikationstraining für die Rennen am nächsten Tag. Außerdem gibt es kein Warm-Up am Sonntag, sondern es wird gleich am Morgen mit den Rennen gestartet. Die Fahrzeit insgesamt ist dennoch nicht kürzer, denn die Rennen sind länger. Statt 12min + 2 Runden werden 18min + 1 Runde gefahren. Hier ist es durchaus wichtig, dass man sich die Kräfte einteilt.

    Die Strecke in Bilstain gilt als technisch herausfordernd. Der Offroadanteil ist recht hoch und der Asphalt ist in verschiedenen Streckenabschnitten unterschiedlich beschaffen. Ehemalige Motocross-Fahrer können ihre Erfahrungen hier im schwierig zu fahrenden Offroad gut umsetzen und sind im Vorteil.
    An diesem Wochenende waren die Wetterbedingungen hervorragend - es hatte trockene, sommerliche Temperaturen von bis zu 30°C.

    Das erste freie Training nutzte ich zum Kennenlernen der Strecke und es war überhaupt nicht einfach sich den schwierigen Streckenverlauf einzuprägen. Aber ich stellte fest, dass mein Fahrwerk, gerade im Offroad, zu straff war und die Schlaglöcher nicht ausreichend ausgleichen konnte. Für das Zeittraining stellte ich mein Fahrwerk somit vorne und hinten deutlich weicher und damit konnte ich mich für die erste Startreihe auf P4 qualifizieren. Es fehlten gerade mal 0,09 Sekunden auf den 3. platzierten Ingo Ruh. Steffen Jung holte sich die Pole und Eike Moes fuhr auf P2.

    Wir waren uns alle einig: am Sonntag um 08:30Uhr ohne ein Warm-Up ein Rennen zu fahren ist unmenschlich. Aber die Bedingungen sind für alle gleich, egal wie groß das Gemecker auch sein mag und somit ging es auch pünktlich zur Sache.
    Mein Start war recht gut und reichte dennoch nicht für den Holeshot. Ganz im Gegenteil. Durch den Streckenverlauf gleich am Start wurde ich in der nächsten Kurve etwas eingeklemmt und ich viel auf P5 zurück. Vier Runden später konnte ich am Offroad-Eingang dann an Harald Wirtz vorbei ziehen. Jung und Moes waren mittlerweile enteilt, doch ich schloss schnell auf Ingo Ruh auf. Ich wusste, die zwei Führenden sind heute unerreichbar und so fuhr ich relativ entspannt hinter Ruh hinterher um dann am Ende ein Überholmanöver zu starten. Ingo machte es mir schlussendlich mit einem Fehler sehr leicht und ich konnte das Rennen auf P3 beenden.

    Pünktlich um 11:30Uhr startete unser zweiter Lauf. Wieder war mein Start vernünftig, doch auch wieder war ich nach den ersten Kurven leider nur auf P5, hinter Ingo Ruh. Schamlos und ohne Reue nutzte ich dann einen Verbremser von Ruh aus und fuhr vor auf P4. Mit ihm im Schlepptau schlossen wir dann auf Wirtz auf. Nach mehreren Runden im Dreierpulk und ordentlich Druck von hinten musste ich handeln und fand meine Lücke in der Kurve vor der Start-Ziel-Geraden. Leider berührten Wirtz und ich uns beim „Heavy Attack“ (Zitat: Kommentator) und Ruh konnte an uns beiden vorbei ziehen. Ruh gewann somit zwei Plätze und ich konnte nur meinen P4 behaupten. Zu diesem Zeitpunkt war das Rennen zu 2/3 vorbei und ich hoffte auf die nächste Gelegenheit. Doch durch einen unglücklichen Zwischenfall beim Überrunden stürzte Jens Lindenlaub und das Rennen musste unterbrochen werden. Das Rennen wurde durch die Offiziellen nicht nochmal gestartet und somit wurde ich auf P4 gewertet.

    Die Rennen in Bilstain waren eine spannende Erfahrung für mich. Ich hatte dabei viel Spaß und bin mit den Ergebnissen zufrieden. Auch Jens geht es den Umständen entsprechend wieder gut und hat „nur“ ein paar Prellungen. Das nächste Rennen findet bereits am Wochenende vom 14., 15. Juli in Oschersleben statt und ich freu mich schon wieder euch davon zu berichten.

    Grüße #28 HAUBI

    Supermoto IDM in Großenhain: Flugplatzracing

    Am 23./24. Juni war es Zeit für die dritte Runde der internationalen deutschen SuperMoto Meisterschaft. Dieses Mal war der Tross zu Gast in Sachsen, genauer gesagt auf dem Flugplatzgelände in Großenhain. Die Strecke ist vermutlich die schnellste im ganzen Rennkalender der IDM. Auf dem Flugplatz hat es viel Platz für lange Asphaltgeraden und die Motorräder werden ordentlich ausgequetscht. Der Offroadanteil ist nah bei den Zuschauern und diese können die Fights an den zwei Tables, dem Waschbrett und den Anliegern hautnah miterleben.

    Das Wetter hat dieses Wochenende nicht ganz mitgespielt, denn es war für Juni mit maximalen 13°C sehr kalt. Außerdem war es durch ständig änderten Bedingungen und häufigen leichten Regenschauern recht schwierig die Bikes auf die Strecke einzustellen. Mit 25 Fahrern war die Ü40-Klasse dieses Mal nicht voll besetzt. Aber es waren alle Favoriten am Start um ihre Plätze in der Meisterschaft zu verteidigen. Zwar waren meine Platzierungen in den ersten beiden Trainings mit P3 vernünftig. Doch der Abstand mit 2,5Sec. zur Spitze war dennoch zu groß.  Es dauert immer etwas, bis ich mich auf die Strecke einschießen kann. Auch dieses Mal konnte ich mich wieder zum Zeittraining deutlich verbessern und den Abstand auf den Führenden auf 1,1Sec verkürzen. Es reichte mir somit auf den fast schon obligatorischen 3. Startplatz, hinter Steffen Jung und Eike Moes. Ingo Ruh komplettierte die erste Startreihe auf P4.

    Der nächste Tag startete ver¬hei¬ßungs¬voll. Zum WarmUp war die Strecke nass und die ganze Truppe musste auf Regenreifen raus. Erst ärgerte ich mich darüber, dass das Motorrad dreckig werden würde. Doch mit den rutschigen Bedingungen kam ich am besten klar und freute mich sehr über die errungene Bestzeit. Die Hoffnung, dass es in den Rennen regnen würde war groß.

    Der erste Lauf startete pünktlich um halb elf, allerdings schon wieder bei trockenen Verhältnissen und alle waren somit auf Slicks unterwegs. Ich startete am besten und übernahm die Führung. Jung konnte sich aber gleich anfangs, bei der ersten Durchfahrt des Offroads, neben mich setzen und vorbeiziehen. Drei Runden später bekam er technische Probleme und wurde langsamer, so dass ich wieder den ersten Platz zurück erobern konnte. Doch auch Moes machte sich das zu nutzen und fuhr an Jung vorbei. Er konnte die Lücke auf mich schließen und wieder war es im Offroad, als auch er den Weg an mir vorbei gefunden hatte. Jung bekam zwischenzeitlich seine Probleme wieder in den Griff (später berichtet er über kurzzeitige Gripprobleme) und ich musste mich auch seinen Attacken beugen. Mit Platz drei hinter Moes und Jung hat es dennoch aufs Podium gereicht.

    Ich hoffte immer noch auf nasse Verhältnisse. Doch auch dieses Mal startete das zweite Rennen am Nachmittag unter trockenen Bedingungen. Wieder einmal mehr gelang mir der Holeshot - die Launch-Control der FS450 ist wirklich eine wahre Freude. Ich wählte im Offroad nun die innere Spur, denn ich wollte es den Jungs nicht wie beim letzten Mal so einfach machen. Ich konnte dem Druck somit zwar recht lange standhalten, doch Jung fand dennoch die Lücke am Ausgang des Offroads. Durch einen Fehler meinerseits ist drei Runden später auch noch Moes an mir vorbei. Ich war mir meines dritten Platzes schon sehr sicher, auch wenn Christof Bartsch mir dicht an den Versen hing. In der letzten Runde hatte Bartsch dann das Glück auf seiner Seite. Ich bin etwas durch überrundete Fahrer aufgehalten worden. Dem aber nicht genug ist mir auf der letzten Geraden auch noch kurzzeitig der 5te Gang rausgesprungen. Bartsch hat das schamlos ausgenutzt und verbannte mich auf die 4te Position.

    Mal wieder war es ein geiles Rennwochenende mit sehr viel Spaß. Gleich schon kommendes Wochenende geht es für die Ü40-Truppe nach Bilstain in Belgien. Dort werden wir unseren nächsten Lauf im Rahmen der belgischen Meisterschaft bestreiten. Wie gewohnt, werde ich von dort wieder berichten.

    Grüße #28 HAUBI

    Supermoto IDM in St. Wendel: Race the Town

    Am 2./3. Juni ging es in die zweite Runde zur internationalen deutschen SuperMoto Meisterschaft im saarländischen St. Wendel.
    Dieser Termin ist für Fahrer und Zuschauer quasi eine Pflichtveranstaltung. 9500 Zuschauer sind dieses Jahr diesem Ruf gefolgt und konnten bei besten Wetterbedingungen die Supermoto-Elite hautnah erleben.
    Die 1150 Meter lange Strecke verläuft teilweise über die B269, welche eigens für diese Veranstaltung das ganze Wochenende gesperrt ist. Wie üblicherweise besteht der Racetrack über einen Asphaltanteil von ca. 75% und über einen 25% Offroadanteil gespickt mit Anliegern und Sprüngen wie es im Motocross üblich ist.
    Die Ü40-Klasse war mal wieder mit 34 Fahrern randvoll. Meine ersten beiden freien Trainings verliefen ganz ok. Ich konnte mich zwar über die Platzierung mit P3 nicht beklagen, aber der Abstand zur Spitze mit 4 Sek. im ersten und mit 1,5 Sek. im zweiten Training war meiner Meinung nach deutlich zu groß. Etwas besser sollte es dann im Zeittraining werden. Ich konnte den Abstand auf die Spitze auf 0,9 Sek. drücken. Mit dem 3. Startplatz und somit in der ersten Startreihe für beide Rennen war ich mit mir schlussendlich im Reinen.
    Noch am späten Samstagabend um 19:35Uhr, bei tief stehender Sonne, startete unser 1. Race.
    Ich legte mir eine Strategie zurecht: Den Start gewinnen und dann so breit wie möglich machen und am besten niemand durchlassen. Der erste Teil wurde bravourös erledigt. Ich konnte mir den Holeshot sichern und raste davon. Doch leider verlief mir im Offroad ein Fehler. Durch die tief stehende Sonne war ich etwas geblendet und ich bog etwas zu forsch in den zweiten Linksanlieger ein. Mein Vorderrad rutschte oben drüber und ich stürzte. Zwar konnte ich sofort wieder aufstehen, doch mein Motor war aus. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich diesen wieder zum Leben erwecken konnte. Das gesamte Fahrerfeld ist an mir vorbeigezogen. Somit fand ich mich auf der letzten Position P34 wieder. Ich nahm die Verfolgung auf und konnte mit sehr vielen, beherzten Überholmanövern wieder bis auf P11 vor fahren.
    Das hätte durchaus besser laufen können!
    Für das zweite Rennen am Sonntag wollte ich nichts an meiner ursprünglichen Strategie ändern, denn in der Theorie war es der perfekte Plan und hätte zum Erfolg führen müssen. Aber wie das so ist, kommt es meist anders als man denkt.
    Paul Wjigaerts verursachte aus der zweiten Startreihe einen massiven Frühstart und raste an mir vorbei. Komplett irritiert, versemmelte ich meinen Start und fand mich nach der ersten Kurve, direkt hinter Christof Bartsch, nur auf P5 wieder. Im Offroad wählte ich dann eine andere Linie als Bartsch und konnte auf P4 vorfahren.
    Ich versuchte dann nach vorne Druck aufzubauen, doch das gelang mir leider nicht. Als Wjigaerts seine Stop&Go Stafe für den Frühstart absaß, konnten Steffen Jung und Eike Moes den Abstand stetig vergrößern. Dann auf P3 musst ich mehre Angriffe von Bartsch abwehren und kontern. Wir boten den Zuschauern eine gute Show, denn der Zweikampf dauerte bis ins Ziel – glücklicherweise mit dem besseren Ende für mich.
    Mit P3 und ein Platz auf dem Treppchen bin ich sehr zufrieden.
    Mit dem schlechten Ergebnis aus dem ersten Lauf bin ich in der Meisterschaft einen Platz nach hinten gerutscht. Aber schon am 23./24. Juni geht es auf das Flugplatzgelände nach Großenhain und vielleicht klappt es ja wieder einen Platz zurückzuerobern.

    Grüße #28 HAUBI

    Supermoto IDM 2018: Auftakt nach Maß in Harsewinkel

    Am 21./22. April startete die internationale Deutsche SuperMoto Meisterschaft. Wie schon viele Jahre zuvor waren die Piloten beim Auftakt zu Gast im Emstalstadion in Harsewinkel  in Ostwestfalen.
    Bei hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 30°C, hätten die Wetterbedingungen nicht besser sein können. Es traten Fahrer aus über 10 Nationen in 6 Klassen an, um endlich wieder richtig Gas zu geben und die Reifen rauchen zu lass en.Das 800 Meter lange Sandbahn-Oval, welches zur Hälfte für die Supermotorennen verwendet wird, kombiniert mit der innenliegenden Kartstrecke unter die Räder zu nehmen, ist jedes Mal eine riesige Freude und Herausforderung zu gleich.

    Dieses Jahr starte ich in einer für mich neuen Klasse – Ü40! Hier sind alle Piloten die das 40ste Lebensjahr überschritten haben startberechtigt. Wer nun denkt, hier sind nur die alten Jungs am Start, die eigentlich gar nicht mehr Motorradfahren können, der hat sich ordentlich geschnitten. Auch hier ist die Motivation hoch und alle sind voller Ehrgeiz bei der Sache. Der Zulauf der Truppe ist groß und somit war das Fahrerfeld mit 34 Startern voll besetzt.

    Insgeheim erhoffte ich mir zu Beginn des Wochenendes eine Top 5 Platzierung. Im ersten freien Training hatte ich es dann auch tatsächlich auf P5 mit einer 1:11.686 geschafft. Trotz einer ordentlichen Verbesserung der Rundenzeit um 3 Sekunden rutschte ich im zweiten freien Training auf P7 ab. Spätestens jetzt wurde mir klar: hier sind keine Nasenbohrer unterwegs und das Feld ist verdammt eng beieinander. Am Samstagnachmittag stand dann für uns nur noch die Qualifikation aus. Hier im Zeittraining hat es dann auch immer besser auf der Strecke geklappt. Meine beste Runde lag bei 1:07.878 und damit konnte ich mich für die erste Startreihe, den dritten Startplatz, für die beiden Rennen am Sonntag qualifizieren. Auf P1 qualifizierten sich der aktuelle deutsche Meister und Lokalmatador Eike Moes und P2 belegte der mehrfache Gesamtsieger Steffen Jung. Christof Bartsch komplettierte die erste Startreihe mit P4.

    Am Sonntag 10:25Uhr stand ich dann etwas nervös am Start des ersten Rennens der Saison… und was soll ich sagen. Der Start war perfekt und ich holte mir den Holeshot. Ich führte das Rennen an und sollte die Führung auch bis ins Ziel nicht mehr abgeben. Der Druck von Jung war ständig zu spüren und ich konzentrierte mich darauf keine Fehler zu begehen. Am Ende war mein Vorsprung ins Ziel gerade mal 0,7 Sekunden. Doch mein Debüt-Rennen war somit ein voller Erfolg.

    Das zweite Rennen um 15:30Uhr startete ähnlich erfolgreich. Wieder bescherte mir die eingebaute Launch-Control meiner FS450 einen perfekten Start. Ich bog als erster in die erste Kurve ein und hielt das Feld auf Abstand. Doch wieder war es Jung der recht schnell aufschloss und ordentlich Druck aufbaute. Ich hatte zwar immer einen kleinen Vorsprung auf dem Asphaltanteil herausgefahren, doch speziell im Offroad war er stärker und war am Ende von diesem immer wieder dran. Zu drei Viertel des Rennens standen dann die ersten Überrundungen an und ich hatte dabei etwas Pech. Auf dem Asphalt bin ich etwas aufgehalten worden und konnte nicht die benötigten zwei Motorradlängen Vorsprung herausfahren. Gleich zur Einfahrt in den Offroad konnte sich Jung neben mich setzen und war vorbei. Beim Versuch dran zu bleiben verbremste ich mich noch gleich in dieser Runde und die Lücke war dann zu groß um noch etwas auszurichten. Ich verwaltete P2 und war damit überglücklich.

    Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Austragungsort. Am 02./03. Juni geht es nach St. Wendel zu meiner Lieblingsstrecke. Vielleicht klappt es dort wieder mit einem ähnlichen guten Ergebnis – drückt mir die Daumen!

    Grüße #28 HAUBI

    Superbiker 2017 in Mettet

    Was für ein wahnsinniges Rennwochenende! Gleich an drei Tagen vom 6. bis zum 8. Oktober fand in Mettet in Belgien das 31st Superbiker statt.
    Jedes Jahr, wenn die allermeisten Motorradrennen gelaufen sind, treffen sich zum Ende der Saison die Crème de la Crème in Mettet zum größten Supermoto-Event weltweit.
    Für die Zuschauer wurde hier einiges geboten. Die Pausen wurden mit Street-Stunt-Shows, Limbo-Biker oder FMX-Shows gefüllt. Mehrfacher Red Bull X-Fighter Sieger und Weltmeister im Freestyle-Motocross Thomas Pagès höchstpersönlich hat gezeigt was er so drauf hat. Neben den Hauptakteuren gab es aber auch noch Rennen der Supermotoquader, dem Nachwuchs den Junior Superbiker und auch der Legend-Superbiker. Ehemalige Supermoto Welt- oder auch Europameister wie Eddy Seel, Boris Chambon oder auch Gerald Delepinne zeigten hier, dass sie es nach wie vor drauf haben.
    Nicht umsonst ist es das größte Supermoto-Event weltweit - insgesamt treffen sich hier ca. 250 Fahrer, die sich über Qualification Races, Last Chance Races, Halbfinale Races oder auch über die Super Last Chance Races für das Finale am Sonntag qualifizieren können.
    Fahrer, die es bis zu den Hablfinalläufen geschafft haben, treffen hier das erste Mal auf die Prestige Supermotobiker und den Starbiker. Größen aus der aktuellen Supermoto-Weltmeisterschaft gehören zu den Prestige Supermotobikern. Der frisch gebackene Supermoto-Weltmeister Thomas Chareyre oder auch der deutsche Vizewelt- und Supermoto IDM Meister Markus Class waren mit von der Partie. Ehemalige MotoGP-Stars wie Ruben Xaus, aktuelle Moto2-Fahrer wie Xavier Simeon oder auch IRRC-Superbike-Champion Vincent Lonbois gehören zu den Starbiker.
    Eigens für diese Veranstaltung wird eine Hauptstraße in Mettet gesperrt und die Piloten brettern an Pubs und einer Tankstellen vorbei. Der Asphaltanteil ist super schnell und flüssig zu fahren und wird durch einen Offroad mit drei Sprüngen komplettiert.
    Die Wetterbedingungen waren recht durchwachsen. Ständige Wechsel zwischen Sonnenschein und Regenschauern, somit trockenen und nassen Verhältnissen, verursachten häufig Stress bevor es auf den Track ging. Auf der Suche nach dem bestmöglichen Grip mussten oft noch schnell die Reifen gewechselt werden.
    Unter feuchten Bedingungen startete ich am Freitag in das 1. freie Training, um mich mit dem Track vertraut zu machen. Meine FS450 hat sich hier gleich zu Beginn komplett eingesaut und musste anschließend wieder gesäubert werden - die Reinigung dauerte mindestens doppelt so lang als das Einsauen.
    Anders als in der deutschen Meisterschaft wurden die nächsten beiden Trainings schon gezeitet. Die beste Zeit aus diesen beiden Zeittrainings bestimmte die Startaufstellung für das Qualification Race für Samstag. Ich war in einer recht starken Gruppe dabei und von den 45 Startern habe ich es auf den 21. Startplatz geschafft. Das war ganz OK und ich war damit zufrieden.
    Mir war es noch etwas schleierhaft, wie man ohne ein Warm-Up, sofort am Samstagmorgen um kurz nach neun, mit einem Rennen in den Tag starten kann. Sehr wohl klar war aber, dass nur die ersten 13 Piloten sich für das Halbfinale qualifizieren würden.
    Für alle sind die Verhältnisse aber gleich und ich hatte keine große Hoffnung mich direkt für das Halbfinale zu qualifizieren – das hinderte mich natürlich nicht es dennoch zu versuchen.
    Dank der ab Werk eingebauten Launchcontrol legte ich einen super Start hin und konnte gleich mehrere Gegner aus den nächsten Startreihen überhohlen. Ohne es wirklich zu wissen war ich plötzlich auf Platz 12. Den nächsten Gegner hatte ich bereits im Visier und Runde um Runde fuhr ich immer näher ran. Meine Pace war zwar nur geringfügig schneller, doch das hat mit gereicht um mich zu Mitte des Rennen, am Ende der Start-Ziel-Geraden an ihm vorbeizupressen. Danach gelang es mir leider nicht eine Lücke herauszufahren. Der Druck des Gegners war ständig zu spüren.
    Aus der Boxengasse wurde mir P11 angezeigt und nun wusste ich, dass ich es ins Halbfinale schaffen kann – bloß niemand mehr vorbei lassen und wenn, dann maximal zwei.
    Zwei Runden vor Schluss wurde ich dann aber leider Opfer einer Attacke. Am Offroad-Ausgang zum Übergang auf den Asphalt versuchte es mein Gegner auf der linken Seite. Zwar war ich auf der besseren Linie, doch sein Lenker traf meinen mit voller Wucht und mir wurde dieser regelrecht aus der Hand geschlagen. Ich stürzte und zwei Fahrer sind durch. Mein Helmschild wurde dabei beschädigt und war nur noch seitlich am Helm befestigt. Bei höherer Geschwindigkeit klappte es mir immer mitten ins Gesicht, so dass ich nichts mehr sehen konnte oder es klappte sich nach oben und war dabei ein riesiger Windfang. Ich war völlig irritiert und verlor die Konzentration. Mehrere Fahrfehler waren die Folge und es kam wie es kommen musste. Ich wurde in der letzten Runde auf die Position 14 verbannt und somit hatte ich mich leider nicht direkt für das Halbfinale qualifiziert.
    Ich hätte es mir zwar gerne geschenkt, aber spaßig war es dann trotzdem. Am Nachmittag durfte ich das Last Chance Race von der Pole-Position aus starten. Drei Fahrer konnten sich noch für das Halbfinale qualifizieren.
    Der Gegner aus Position 2 konnte den Start für sich entscheiden und zog erstmal etwas davon. Nach der zweiten Runde klopfte leider schon wieder der nächste an und ich musste mich meinem Schicksal beugen. Der war aber auch so schnell und war gleich auf und davon. Zu Mitte des Rennens, auf P3 liegend, zog der nächste im Offroad an mir vorbei. Gleich auf dem Asphalt konnte ich aber einen erfolgreichen Konter setzen. Dieses Spiel wiederholte sich noch zweimal und erst dann war mein Gegner erfolgreich und er konnte sich absetzen. Ich hatte mich schon damit abgefunden es nicht ins Halbfinale zu schaffen. Aber P2 und P3 sind bei Überrundungen etwas aufgehalten worden und aus dem Zweikampf wurde ein Dreikampf. Ich konnte zum Schluss noch richtig Druck aufbauen und trieb meinen Gegner in einen Fehler, den ich natürlich schamlos ausnutzte. Ab diesem Zeitpunkt galt es diesen Platz zu verteidigen. Ich machte mich so breit wie irgendwie möglich und schaffte damit tatsächlich den Halbfinaleinzug. Wow, das hätte ich eigentlich nicht für möglich gehalten.
    Von 48 Fahrern startete ich am Sonntagmittag von P47 in das Halbfinale. Nur die besten 18 Fahrer schafften den Einzug ins Finale. Es war klar: das ist für mich unerreichbar. Aber alleine mit dem Weltmeister und den MotoGP-Stars in einem Rennen zu stehen war ein unbeschreiblich geiles Gefühl. Mein Start war ganz gut, zumindest bis zur zweiten Kurve. Mal wieder wurde ich von einem Übermotivierten abgeräumt. Ich konnte zwar schnell weiter, aber das ganze Feld war weg. Mehrere Runden später war ich dann wieder dran. Ich konnte noch den ein oder anderen Gegner überhohlen und durch ein paar Ausfälle schaffte ich es auf dem P43 ins Ziel. Aber das war recht unwichtig, denn ich durfte gleich zweimal vom Weltmeister überrundet werden. So etwas passiert nicht alle Tage.
    Nun stand noch mein viertes Race vom WE aus. Es bestand noch die theoretische Chance mich im Super Last Chance Race für das Finale zu qualifizieren. Von 30 Fahrern kamen 4 in das Finale. Ich durfte das Rennen aus der letzten Reihe starten. Mal wieder katapultierte mich die Husky weit ins Mittelfeld hinein. In diesem Race waren nun Fahrer mit einem ähnlichen Speed vereint. Das Feld zog sich nie richtig auseinander und ich hatte selten so viel Spaß in einem Rennen. Ich hatte keine Ahnung auf welchem Platz ich mich befand und das war auch egal. Ständig konnten wir uns gegenseitig überhohlen. Manch ein Fahrer hat seine Stärken im Offroad ausgespielt und hat auf dem Asphalt wieder verloren – aber auch ich konnte immer wieder auf dem Asphalt oder im Offroad erfolgreiche Attacken setzen. Schlussendlich konnte ich das Race auf dem 16. Platz beenden.
    Das Wochenende war ein voller Erfolg. Schwäbisch korrekt habe ich jede für mich mögliche Fahrminute mitgenommen und alle Rennen waren richtig cool. Ich hatte sehr geile Fights und durfte mich von der Crème de la Crème verblasen lassen. Was will man mehr.
    Die Saison ist für mich nun vorbei und ich freue mich jetzt schon wieder euch im nächsten Jahr zu berichten.
    #28 HAUBI

    Supermoto: das Kultrennen in St. Wendel

    Am Samstag konnten bei trockenen Verhältnissen die freien Trainings, die Qualifikationen und teilweise auch schon erste Rennen genossen werden. Am Sonntag wurden wir dann mit kurzzeitigen Gewittern und Schauern beglückt.
    In meiner Klasse der S3 waren 32 Fahrer am Start und somit war das Fahrerfeld voll belegt. Meine FS 450 hat mir viel Freude bereitet, denn im Zeittraining hat sie mir den Startplatz 9 für beide anstehenden Rennen beschert.